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Gedichte » Gefühle » Sternenkinder
45 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 31 bis 40
Auf rote Rosen gebettet,
in einem weißen Gewand,
in einem kleinen Holzsarg,
so nehme ich Abschied von dir.

Ich suche eine Hand,
doch niemand kann mich stützen,
die Trauer um dich ist endlos
und wird auch niemals vergehen.

Der Himmel weint mit mir um die Wette,
und doch, er hat verloren,
ich kann die Worte nicht sprechen,
nach denen ich so lange suchte.

In mir einfach nur Leere,
ich begreife nicht was hier gerade passiert,
dass das die letzte Begegnung mit dir sein wird,
es ist ein Abschied für immer.

Wir hatten so wenig Zeit,
ich habe dich kaum gekannt,
obwohl wir 4 Monate zusammenwaren,
es ist doch nicht das selbe!

Das Leben ist grausam und ungerecht,
man nimmt mir das Liebste auf Erden,
doch einmal, da werden wir uns wiedersehen,
und dort gibt es keine Schmerzen.
Autor:  Eva S.
(*1989)
Gelesen: 29.792nach oben
TRAUER

Wir wandeln einsam, der Weg ist lang,
zum Himmel schaun wir hinauf so bang.
Kein Sterne von oben blicken niederwärts,
glanzlos der Himmel, dunkel das Herz.
Uns're Herzen und der Himmel haben gleiche Not,
der Glanz ist erloschen unser Lieb ist TOD!
Autor:  Eva S.
(*1989)
Gelesen: 26.146nach oben
Fragen ohne Antwort


Ich trage schwer an dieser Bürde,
wobei ich gern erfahren würde,
warum grad' wir sie tragen müssen...
doch ich werde es nie wissen.

Warum starb gerade unser Kind,
wo andere noch am Leben sind?
Wo nur haben wir versagt...
das ist die Frage, die mich plagt.

Statt Babyglück an allen Tagen
quälen mich so viele Fragen,
doch keine Antwort scheint's zu geben...
zumindest nicht, solang' wir leben.

Zu schnell war dieser Traum zu Ende.
Voll ist das Herz, doch leer die Hände.
Mein Kind, ich denke oft an Dich...
und immer wieder grübele ich:

Was wärst Du für ein Mensch gewesen?
Hättest Du auch gern gelesen,
oder lieber Sport getrieben?
Wärst Du stets Du selbst geblieben?

Wärst Du sportlich, wie Mama?
Oder knuffelig, wie Papa?
Voll Wehmut denke ich daran,
das ich das nie erfahren kann.

Wo Du auch bist, mein kleiner Stern...
Ganz nah bei uns? Unendlich fern?
Ich hoffe, Du bist nicht allein...
geliebt von allen sollst Du sein!

(27.08.2006)
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 26.920nach oben
Sterneneltern


Sterneneltern heißen wir,
denn unser Kind verloren wir.
Viel zu früh ist es gegangen,
kaum das sein Leben angefangen...

Wie alt es war? Das ist nicht wichtig!
Wie groß, wie schwer - auch das ist nichtig!
Es war unser geliebtes Kind
und bleibt's, bis wir gegangen sind...

Wisst, wir spüren stets die Schmerzen.
Die Wunde klafft in unseren Herzen.
Drum sagt nichts von den schlimmen Dingen,
die dolchstoßgleich in's Herz uns dringen:

"Warum jammert ihr den so?
Es war doch nur ein Embryo!
Wer weiß, wozu es gut gewesen,
das es Euch verließ - dies' Wesen...

Ihr seid noch jung, könnt andre haben
und Euch an Kinderlachen laben!
So lang' ist's her, als es geschehen -
Ihr müsst nun endlich vorwärts sehen..."

Schweigt lieber, statt sowas zu sagen.
Das hilft uns nicht in Tausend Tagen,
auch wenn es von Euch gut gedacht,
weil Ihr Euch um uns Sorgen macht...

Glaubt uns, könnt Ihr's auch nicht ermessen -
wir werden es niemals vergessen!
Es totzuschweigen, schmerzt uns sehr,
vergrößert unser Leid noch mehr...

Wollt Ihr uns echte Hilfe bringen,
lasst seinen Namen hell erklingen!
Lasst uns reden, helft uns trauern,
reißt mit uns ein die Schweigemauern...

(17.08.2006)
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 25.978nach oben
Einst - Jetzt


Einst sah ich mein totes Kind
Einst flohen Träume mit dem Wind
Einst flossen Tränen ohne Zahl
Einst ward mir jeder Schritt zur Qual

Einst wurde Sehnsucht übergroß
Einst fand ich Schlaf mit Mühe bloß
Einst glaubte ich wir sind allein
Einst formte Schmerz die Worte mein

Jetzt ist die Trauer nicht verschwunden
Jetzt wachsen Narben auf den Wunden
Jetzt kann ich andere Kinder sehen
Jetzt versuch' ich zu verstehen

Jetzt habe ich Angst zu vergessen
Jetzt kann ich anderes Leid ermessen
Jetzt will ich helfen wo ich kann
Jetzt fange ich zu leben an

(14.08.2006)
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 25.597nach oben
Ich suche endlos


Ich suche endlos ohne Rast.
Glaube Dich erreichbar fast,
doch wird die Suche niemals enden -
ich bleib' zurück mit leeren Händen.

Ich suche endlos überall,
mit großem Sehnen jedesmal,
in dichten Wolken über mir
nach einem kleinen Wink von Dir.

Ich suche endlos in der Nacht.
Bin oftmals um den Schlaf gebracht.
In klarer Nacht am Sternenzelt
suche ich nach Deiner Welt.

Ich suche endlos immerdar
das kleine Wunder, das einst war.
Ich weiß, Du kommst nie mehr zurück -
doch wäre das mein größtes Glück...

Ich suche endlos in Gedanken,
auch im Traume ohne Schranken,
der verfliegt viel zu geschwind,
nach Dir, geliebtes Sternenkind.

Ich suche endlos nicht allein.
Wirst immer mein Begleiter sein.
Nicht körperlich, doch stets im Herzen.
Spendest Trost, linderst die Schmerzen.

Ich suche endlos mit dem Wissen
Dich stets zu lieben, Dich zu missen.
Am Ende meiner Erdenstunden -
habe ich Dich dann gefunden?


(07.08.2006)
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 26.461nach oben
Auch wenn du weit fort bist,
bis du immer in meinem Herzen.

Ich weiß nicht,
wie es wär,
wenn du jetzt bei mir wärst.

Denn du hast den Weg zu den Sternen gewählt,
welchen ich lange nicht verstand, nicht verstehen wollte,
doch heut vestehe ich,
auch wenn ich es nie ganz begreifen werd...

Doch vielleicht sollte es so sein,
denn jeder hat seine Aufgabe
und vielleicht hast du deine mit den Sternen...

Vorwürfe mir selbst gegenüber
stehen mir häufig nur im Weg,
doch jegliches Gefühl von Liebe
ist stärker als jeder Vorwurf.

Wenn es bei Nacht im Himmel funkelt
danke ich dir und fühle mich umarmt
und auch ich sende dir einen Handkuss,
denn ich weiß, im Herzen kommt dieser an...

Egal, auf welchem Stern du gerade funkelst...
Autor:  Bianca S.
(*1981)
Gelesen: 26.763nach oben
Das Land der Sternenkinder


Das Land der Sternenkinder fern
darf man im Traum besuchen.
Man fliegt vorbei am Märchenstern
und landet zwischen Buchen.

Tritt man aus dem Wald heraus,
wiegt Blumen leis der Wind.
Bunt und lustig sieht das aus,
so liebt es jedes Kind!

Schönes Spielzeug gibt es hier,
auch manchen Kletterbaum.
Der große Zoo mit Wildgetier
ist auch ein Kindertraum.

Sonnig-warm ist's jeden Tag,
weil Kinder gerne lachen.
Und wollen sie im Schnee rumtoben?
Auch dieses lässt sich machen!

Wenn einmal leichter Regen fällt
aus Wolken, die vorrüberzogen,
zaubert er an's Himmelszelt
'nen bunten Regenbogen.

Es spielen schön in lust'ger Runde
die Sternchen groß und klein.
Sie lachen, toben manche Stunde
im hellen Sonnenschein.

Keinen Zank und keinen Streit
gibt es in dieser Schar -
nur Kinderlachen weit und breit
lauscht man - wunderbar!

Nichts und niemand stört den Kreis
der kleinen Engelein...
doch manchmal, wunderbar und leis,
dringt doch von außen ein

ein kleines Lied, ein liebes Wort
ein Schluchzen, ein Gebet -
beweist, das (obgleich sehr weit fort)
der Eltern Liebe nie vergeht!

Glücklich ist der kleine Stern
und macht sich auf die Reise.
Grüßt seine lieben Eltern fern
auf seine eigene Weise.

Sein Zeichen kann der Regen sein,
der Sternenglanz im Dunkel,
der Schletterling, der Windhauch fein,
das Morgentaugefunkel.

Das Land der Sternenkinder fern -
wie gut, das es das gibt!
Es hütet jenen kleinen Stern,
auf Erden heiß geliebt.

08.06.2006
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 26.503nach oben
Unauslöschbar


Unauslöschbar eingebrannt
Das Gefühl auf meiner Hand
Die Dich hielt so kurze Zeit
Bleibt leer für alle Ewigkeit

Unauslöschbar auch der Schmerz
Obwohl Du lebst in meinem Herz
Bist Du doch unendlich fern
Hätt' Dich an meiner Seite gern

Unauslöschbar brennt die Wut
Über manch' Gedankengut
Offiziell gab es Dich nicht
Viel zu klein war Dein Gewicht

Unauslöschbar ist die Trauer
Über diese Schweigemauer
Über die Gesetzeslage
Und auch über diese Waage

Unauslöschbar ist mein Wille
Einzubrechen in die Stille
Werd' immer Deinen Namen nennen
Mich zu meinem Kind bekennen

30.05.2006
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 24.233nach oben
Ein echter Mann


Ein echter Mann ist selbstbewusst,
verbirgt den Kummer in der Brust,
zeigt seine Trauer anderen nicht,
hat steingemeißelt sein Gesicht.

Man hat dies schon oft vernommen
und als gegeben hingenommen...
Für mich ist dieses Spiel vorbei!
Ich reiße dies Korsett entzwei.

Tränen netzen mein Gesicht.
Wollt sehen meine Trauer nicht?
Nun, das ist mir einerlei!
Dann schaut ihr halt an mir vorbei!

Denn es peinigt mich der Schmerz,
Gedanken reisen sternenwärts,
erreichen jenen fernen Platz,
wo nun wohnt mein kleiner Schatz.

Nur so kann ich ihm nahe sein.
Erinnerung blieb mir allein.
All meine Träume sind verflogen.
All meine Hoffnung ist betrogen.

Ich schmiedete so manchen Plan,
der sich nun nicht erfüllen kann...
Als Mann darf ich das nicht betrauern?
Wer dieses denkt, ist zu bedauern!

Ich bleib' in keinem Falle still!
Ich werde schreien, wenn ich will!
Und weinen, wenn die Seele schreit!
An jedem Ort und jederzeit!


12.06.2006
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 24.291nach oben
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