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22 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 21 bis 22
Kaninchenhandel mit Hindernissen.

Stine´s Kaninchen hatte sieben Junge bekommen. Zwei davon durfte ich mir kaufen. Jeden Tag fuhr ich mit meinem klapperigen Fahrrad zu Stine. Stundenlang saß ich dann vor dem Kaninchenstall. Wie waren sie doch auch süß die kleinen Kaninchen im Nest voller Wolle. Die Tage vergingen nur schleppend. Endlich war es soweit. Die kleinen Kaninchen waren inzwischen sechs Wochen alt und hoppelten durch den Stall. Opa hatte mir für die Kaninchen zwei Mark geschenkt. Mit hochrotem Kopf und voller Aufregung fuhr ich so schnell es ging, mit meinem Fahrrad zu Stine. Es war wohl der schönste Tag in meinem siebenjährigen Leben. Voller Stolz zeigte ich meinen Freunden meine Kaninchen. Das Eine war schwarz/weiß, das Andere war Rabenschwarz. In dieser Nacht träumte ich von tausend Kaninchen und von guten Geschäften. Auch meine Freunde, die Brüder Sibo und Karl wollten ein Kaninchen. So begann sich ein Geschäft anzubahnen. Sibo und Karl hatten heimlich ihr Sparschwein geplündert und boten mir einen raffinierten Handel mit Bedingungen an. Da sich die Beiden kein Kaninchen kaufen durften, machten sie es anders. Sie schenkten mir fünf Mark. Ich schenkte ihnen dafür eines meiner Kaninchen. Dann musste ich mit ihnen nach Hause kommen, um den Eltern zu erzählen, das Kaninchen wäre ein Geschenk. So war es ja auch, wir hatten uns gegenseitig beschenkt.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Nur die Oma der Beiden war zu Hause. Längst war die Plünderung des Sparschweins bemerkt worden.
Bevor ich zum Fall Kaninchen was sagen konnte, bekamen wir alle einen hinter die Löffel. Erst Sibo, dann Karl und ich gleich mit. Schnell machte ich mich aus dem Staub. Für Sibo und Karl kam es noch viel schlimmer. Erst bekamen sie noch anständig den Arsch versohlt, dann mussten sie das Kaninchen zurückbringen. Bei mir jedoch ist das Kaninchen nie angekommen, zu groß war die Scham der Jungen.
Bei Onkel Willi und Tante Mimi, setzten sie das Kaninchen in den Hausflur und verschwanden.

Onkel Willi und Tante Mimi reinigten zu der Zeit in der Küche ihren Stangenherd. Asche und Ruß wurden aus dem riesigen Stangenherd entfernt. Die Essenstöpfe waren im Flur abgestellt. Das schwarze Kaninchen hoppelte zwischen den Töpfen. Leider stand vom großen Bratentopf der Deckel auf die Kippe. Das Kaninchen sprang auf den wackeligen Decken und rutschte in den Topf. Beim Versuch, sich aus den Topf zu befreien, wurde der Deckel in Normallage gebracht und war verschlossen.
Nach beendeter Reinigung, heizte Onkel Willi den Herd wieder an und Tante Mimi stellte die Töpfe wieder auf den Herd. Im Bratentopf wurde es laut. Der Deckel klapperte obwohl der Topf noch nicht einmal heiß war. Tante Mimi war dem Herzinfarkt nahe als sie den Deckel vom Bratentopf nahm. Sie schrie: „Eine Ratte im Topf.“ Onkel Willi schleuderte den Topf in den Garten. Der schöne Braten lag im Sand und ein kleines Kaninchen voller Soße kam zum Vorschein. Der Tante Mimi und dem Onkel Willi zitterten die Knochen. Dann die große Frage! Was will ein kleines Kaninchen bei uns im Bratentopf, dazu noch angezogen. Es gab Fragen über Fragen. Langsam beruhigten sich die Gemüter. Sohn Gerd wusch das Kaninchen in Seifenlauge, trocknete es und setzte es in einem warmen Stall.
Als Sibo und Karl am nächsten Morgen ihr Kaninchen wieder abholen mussten, gab es auf alle Fragen eine Antwort.
Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Tante Mimis Hämorrhoiden.
Gedanken versunken genieße ich die Frühlingssonne auf der Terrasse.
Ich sehe mich 45 Jahre zurück mit drei Jungens auf der kleinen Brücke über den Kanal.
Es ist Sonnabendnachmittag. Warm scheint die Herbstsonne. Wir lehnen uns über das Brückengeländer und spucken ins Wasser. Schnell treibt die Spucke mit der Flut davon.
Mein Opa trägt noch eine Nachtmütze und ein Nachthemd sagt Hannes leise und spuckt wieder ins Wasser. Eine Nachtmütze, fragt Christian. Wie Onkel Fritz von Wilhelm Busch, sagt Hannes. Wir lachen und stellen uns Onkel Willi mit Nachthemd und Zipfelmütze vor.
Onkel Willi war sehr groß. Vielleicht 1,90m aber spindeldürr. Tante Mimi, seine Frau, war sehr klein und pummelig. Sie litt sehr unter Hämorrhoiden. Auf ihrem Fahrradsattel hatte sie ein Sofakissen gebunden. So konnte sie ihre Hämorrhoiden unbeschadet durch die Gegend schaukeln.
Es war schon ein Bild zum Kichern, wenn Onkel Willi und Tante Mimi Sonntags mit dem Fahrrad zur Kirche fuhren. Onkel Willi hatte immer eine Prinz Heinrich Mütze auf dem Kopf. Kerzengerade saß er auf dem Fahrrad und immer qualmte seine Pfeife. Tante Mimi schaukelte dann immer hinterher.
Für uns Jungens gab es nur noch den Wunsch, Onkel Willi im Nachthemd und Nachtmütze zu sehen. Hannes zeigte uns das Schlafzimmerfenster seiner Großeltern, das sich gegenüber der Straßenseite direkt am Kohlfeld befand.
Pünktlich um zehn legten sich Heini , Emil und Christian auf die Lauer.
Onkel Willi kam ins Schlafzimmer und knipste das Licht an. Bis auf Unterhemd und Unterhose war Onkel Willi schon ausgezogen. Sein Nachthemd und auch seine Nachtmütze lagen säuberlich auf seinem Bett. Onkel Willi nahm sein Hörgerät aus dem Ohr und zog sich sein Nachthemd an. Als er sich dann noch die Nachtmütze aufsetzte, schüttelten sich die bösen Buben vor dem Fenster vor Lachen.
Tante Mimi kam im Nachthemd ins Schlafzimmer und legte sich ins Bett. Auch Onkel Willi legte sich schlafen und knipste das Licht aus.
Die Jungen wollten sich gerade davon machen, als das Zimmer wieder hell wurde.
Tante Mimi krabbelte aus dem Bett, wackelte zum Frisierspiegel, drehte sich um, bückte sich, zog ihr Nachthemd hoch und betrachtete sorgevoll ihre Hämorrhoiden im Spiegel.
Schreiend vor Lachen rannten die Jungen durch das Kohlfeld davon. Noch lange konnte man Onkel Willi schimpfen hören. Die Jungen kicherten.
Und wieder ging ein schöner Tag zu Ende.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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