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Gedichte » Lustiges » Lustige Geschichten
21 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 11 bis 20
Täglich einmal


Es gibt Männer und auch Frauen
Welche niemals packt das Grauen
Die dem Tod in's Auge schauen
Und sich beinahe alles trauen...

Doch selbst sie werden manchmal schwach
Ein Schreckgespenst hält alle wach
Und wer es kennt, sieht's ihnen nach
Vor Spannung atmen alle flach...

Mit Gruseln denken sie daran
Täglich einmal kommt es an
Zur gleichen Zeit, genau nach Plan
Wohl dem, der sich verstecken kann...

Doch letztlich trifft es jeden Mal
Dann schreitet man zum dunklen Saal
Erwartet schlimmste Folterqual
Das Antlitz ist vor Angst ganz fahl...

Man möchte fliehen unterdessen
Doch aufzugeben wär' vermessen
Wer's überlebt, wird's nie vergessen
Das tägliche Kantinenessen...

21.06.2006
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 112.574nach oben
Das dunkle Haus


Ein Mann steht vor 'nem dunklen Haus,
welches ihn erfüllt mit Graus
und dennoch tritt er zögernd ein,
weil ihn plagt 'ne schlimme Pein.
Langsam schleicht er durch den Flur,
betritt das Zimmer ungern nur,
denn nun gibt es kein Zurück
(zumindest nicht in einem Stück).

Dem armen Mann wird's langsam bang,
schon sieht er seinen Untergang,
denn Schritte hallen durch den Flur
und dieses kann bedeuten nur,
das nun auch seine Stunde schlägt -
er hofft, das er den Schmerz erträgt,
den er im Geiste tausendmal
bereits durchlebte voller Qual...

Zwei Gestalten näher sich -
weiß gewandet säuberlich,
doch vermummt ist das Gesicht -
Soll er sie erkennen nicht?!
Ab jetzt ist er in ihrer Hand,
noch nie er sich so wehrlos fand...
er blickt in ein helles Licht,
Angstschweiß tritt auf sein Gesicht.

Sein Mund geht auf, er möchte schreien
und wär' am liebsten ganz allein,
doch dringt kein Ton aus seinem Mund,
stattdessen spürt er was im Schlund...
ein Piksen nur, dann schläft er ein.
Sollt' dieses nun sein Ende sein?
Kaum ein Laut dringt auf den Flur,
man hört ein leises Summen nur...

Als er erwacht, kann er's nicht fassen!
Er wird mit heiler Haut entlassen
und der Schmerz, der ihn gezwickt,
verschwand, bemerkt der Mann beglückt!
Mit Dankbarkeit und voller Glück
blickt er auf jene Zwei zurück,
die ihm genommen seine Pein...
Ein Zahnarzt kann echt nützlich sein!

31.05.2006
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 66.038nach oben
Opas Zähne

Wie immer sitzt Oma Piepenbrink am Sonntagmorgen in der Kirche. Oma singt von Herzen gerne und kennt alle Choräle. Sie hängt förmlich an den Lippen des jungen Pastors in der Christuskirche. Ach, wie ist sie doch auch rührend, die Geschichte von Joseph. Oh, oh, oh, die bösen Brüder. Als Oma vorsichtig ein Taschentuch aus ihrer Handtasche zieht, um die Tränen abzuwischen, fällt ein Gebiss auf den Fußboden. Ein junger Mann flüstert Oma ins Ohr, ihr Gebiss liegt auf dem Fußboden. Oma flüstert zurück, das sind Opas Zähne, die nehme ich immer mit wenn ich zur Kirche gehe, sonst bleibt vom Sonntagsbraten nichts übrig.


Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 69.064nach oben
A guat's Mittogessn

bei dema net auf's Fleisch vergess'n.
A Glasa'l Wein no zu'r Verdauung
und a Eckbaunk zum Ruhn.
A Weibal, deis aus liab mi busslt
und sich a wengal zuwiekuschlt.
Deis wünsch i ma no vüle Joah'r
o Gott moch meine Wünsche wohr.
Autor:  A.M.G. Maurovich
(*1973)
Gelesen: 69.298nach oben
Der Kranke Fuß!

Der Bau'a sogt zum Dokta:
Ganz gleich ob i geh oda steh -
mei linka Fuaß tuat ma so damisch weh -
ob i geh oda steh.
Der Dokta: Deis is deis Alter -
mei lieba Mau'n -
deis pockt uns olle longsaum oan.
Da Bau'a: Deis hot b'stimmt an aundan Grund -
da rechte Fuaß is grod so olt und der is pumperl Gsund.
Autor:  A.M.G. Maurovich
(*1973)
Gelesen: 68.225nach oben
KURSCHATTEN

Müde schleich ich durch den Park,
geschlaucht durch Knäkebrot und Quark.
Die Füße sind so schwer wie Blei
als ob ich neunzig Jahre wär.
Vor Wochen war ich noch munter
heute rutschen mir die Hosen runter.
Verschwunden ist die Lebenskraft
und alle Glieder sind erschlafft.
Das was sonst mein ganzer Stolz,
hängt an mir-wie morsches Holz.
Zaghaft trat ich hintern Baum
und traute meinen Augen kaum.
Was einst voller Blüte stand
lag wie tot in meiner Hand.
Ich wage kaum daran zu Denken
mich irgendeiner Frau zu schenken.
Von Lust und Liebe keine Spur
das sind die Schatten einer Kur.
Autor:  A.M.G. Maurovich
(*1973)
Gelesen: 67.369nach oben
Die Verkaufsstrategie.

Ernsthaft der Chef zum Lehrling spricht,
verkaufen heißt lernen, vergiss das nicht.

Ich zeig ihn dir jetzt, der Trick ist Famos,
bald ist der Umsatz doppelt so groß.

Da kommt schon die erste Kundin herein,
guten Tag, sagt der Chef, was darf es denn sein.

Guten Tag, sagt Frau König, wie ich mich freu,
ich hätte gerne einmal Gardinenneu.

Sehr gerne, Frau König, bitte sehr,
für Ihre Gardinen das Beste und mehr.

Die Fenster sind frei, Sie sollten es nutzen,
wie leicht ist es jetzt, die Fenster zu putzen.

Unter den Mitteln, da kann man wählen,
doch ich würde Ihnen Glasklar empfehlen.

Meine Frau hat immer Glasklar dabei,
unserer Fenster sind sauber und streifenfrei.

Frau König ist glücklich, bezahlt die zwei Sachen
und ab geht’s nach Hause zum Großreinemachen.

Die Türe geht auf und ein Kunde kommt rein.
Guten Tag, sagt der Lehrling, was darf es denn sein.

Guten Tag, sagt der Kunde, leicht benommen,
könnte ich eine Packung Tampon bekommen.

Einmal Tampon, sagt der Lehrling und noch etwas mehr,
ich berate Sie gerne, bitte sehr.

Sie haben jetzt Auszeit, die sollten Sie nutzen,
darum empfehle ich Glasklar, zum Fensterputzen.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 66.624nach oben
Bauer Piepenbrink

Hört nur Leute, welch gutes Ding,
passiert dem Bauern Piepenbrink.

Der Verkauf von 1000 Kühen,
ist der Lohn für all sein Mühen.

Auch alles Land, so wie es war,
kauft ein Herr aus Kanada.

Der Farmer spricht, bevor ich gehe,
wär´s schön, wenn ich noch alles sehe.

Nehmt euch die Zeit und seid so frei,
zeigt mir meine neue Länderei.

Doch Piepenbrink gibt zu bedenken,
dies sollten wir uns lieber schenken.

Es dauert zu lange, darauf mein Wort,
wir wären glatt fünf Stunden fort.

Darauf zu ihm der Farmer spricht,
das ist nicht zu lange aus meiner Sicht.

Ich fahr eine Woche und das ist war,
für meine Ländereien in Kanada.

Doch Pipenbrink meint nur, bis vor ein paar Jahren,
habe ich so eine Karre auch mal gefahren.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Eine gute Tat? Oder was sagst du dazu.

Im Februar wurde ich 60 Jahre alt. Wo ist die Zeit geblieben. Oft denke ich an Tante Mimi. Viele Geschichten und Streiche werden wieder in mir lebendig.
Es war an einem Sonntag im April 1953. Es war fast wie immer. Wir Kinder hatten unsere guten Sonntagskleider an und durften uns nicht dreckig machen. Die Langeweile war vorprogrammiert. Der Alltag war viel spannender und voller Abenteuer.
Doch heute sollte alles ganz anders kommen.
Auch die größeren Jungen auf der Brücke hatten Langeweile und suchten ihren Spaß.
Sie riefen mich zu sich und erzählten mir von ihrem Vorhaben. Jeden Tag wollten sie eine gute Tat vollbringen und ich durfte dabei sein. Wir übten zusammen einen Spruch, bis ich ihn kannte. Den sollte ich meiner Oma erzählen, um sie zum Lachen zu bringen. Das wäre eine gute Tat und Oma würde mir dafür was schönes schenken. Als ich dann nach Hause rannte, um Oma zum Lachen zu bringen, gackerten die Jungen auf der Brücke wie die Hühner.
Von weitem sah ich Omas beste Freundin Tante Mimi, auf ihr Fahrrad steigen. Die liebe alte Tante Mimi! Oft schenkte sie mir eine Stange Sahnebonbon. Sie hatte es verdient, belohnt zu werden. Endlich hatte ich die Gelegenheit, sie fröhlich zu machen. Die erste gute Tat war in Aussicht.
Tante Mimi war auf dem Weg zur Kirche. Als sie an mir vorbeiradelte, rief ich ihr voller Freude zu: „Fräulein, haben sie einen Hund bei sich, oder pissen sie selbst am Baum.“
Die Jungen auf der Brücke schrieen vor lachen. Tante Mimi jedoch konnte ihre Freude wohl sehr gut verbergen. Sie warf ihr Fahrrad in unsere Hecke, lief zu meinem Vater und beschimpfte ihn heftig. Ob dieser Spruch wirklich das gelbe vom Ei war? Sicher war ich mir nicht mehr. Auch die gute Tat stellte ich sehr in Zweifel. Meinem Vater jetzt unter die Augen zu treten, war nicht gerade ratsam. Meine Zuflucht war wie immer, bei Oma und Opa. Verständnisvoll hörten sich die Beiden meine Geschichte an. Opa drehte sich zum Fenster. Sein Bauch schüttelte sich verdächtig und sein Kopf wurde rot bis blau. Oma aber, nahm mich in den Arm und tröstete mich. Sie meinte, dieser Spruch sei wohl nicht geeignet um einen Menschen wirklich grenzenlos glücklich zu machen. Bei Tante Mimi brachte Oma alles wieder in Ordnung. Danke Oma.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 62.592nach oben
Kaninchenhandel mit Hindernissen.

Stine´s Kaninchen hatte sieben Junge bekommen. Zwei davon durfte ich mir kaufen. Jeden Tag fuhr ich mit meinem klapperigen Fahrrad zu Stine. Stundenlang saß ich dann vor dem Kaninchenstall. Wie waren sie doch auch süß die kleinen Kaninchen im Nest voller Wolle. Die Tage vergingen nur schleppend. Endlich war es soweit. Die kleinen Kaninchen waren inzwischen sechs Wochen alt und hoppelten durch den Stall. Opa hatte mir für die Kaninchen zwei Mark geschenkt. Mit hochrotem Kopf und voller Aufregung fuhr ich so schnell es ging, mit meinem Fahrrad zu Stine. Es war wohl der schönste Tag in meinem siebenjährigen Leben. Voller Stolz zeigte ich meinen Freunden meine Kaninchen. Das Eine war schwarz/weiß, das Andere war Rabenschwarz. In dieser Nacht träumte ich von tausend Kaninchen und von guten Geschäften. Auch meine Freunde, die Brüder Sibo und Karl wollten ein Kaninchen. So begann sich ein Geschäft anzubahnen. Sibo und Karl hatten heimlich ihr Sparschwein geplündert und boten mir einen raffinierten Handel mit Bedingungen an. Da sich die Beiden kein Kaninchen kaufen durften, machten sie es anders. Sie schenkten mir fünf Mark. Ich schenkte ihnen dafür eines meiner Kaninchen. Dann musste ich mit ihnen nach Hause kommen, um den Eltern zu erzählen, das Kaninchen wäre ein Geschenk. So war es ja auch, wir hatten uns gegenseitig beschenkt.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Nur die Oma der Beiden war zu Hause. Längst war die Plünderung des Sparschweins bemerkt worden.
Bevor ich zum Fall Kaninchen was sagen konnte, bekamen wir alle einen hinter die Löffel. Erst Sibo, dann Karl und ich gleich mit. Schnell machte ich mich aus dem Staub. Für Sibo und Karl kam es noch viel schlimmer. Erst bekamen sie noch anständig den Arsch versohlt, dann mussten sie das Kaninchen zurückbringen. Bei mir jedoch ist das Kaninchen nie angekommen, zu groß war die Scham der Jungen.
Bei Onkel Willi und Tante Mimi, setzten sie das Kaninchen in den Hausflur und verschwanden.

Onkel Willi und Tante Mimi reinigten zu der Zeit in der Küche ihren Stangenherd. Asche und Ruß wurden aus dem riesigen Stangenherd entfernt. Die Essenstöpfe waren im Flur abgestellt. Das schwarze Kaninchen hoppelte zwischen den Töpfen. Leider stand vom großen Bratentopf der Deckel auf die Kippe. Das Kaninchen sprang auf den wackeligen Decken und rutschte in den Topf. Beim Versuch, sich aus den Topf zu befreien, wurde der Deckel in Normallage gebracht und war verschlossen.
Nach beendeter Reinigung, heizte Onkel Willi den Herd wieder an und Tante Mimi stellte die Töpfe wieder auf den Herd. Im Bratentopf wurde es laut. Der Deckel klapperte obwohl der Topf noch nicht einmal heiß war. Tante Mimi war dem Herzinfarkt nahe als sie den Deckel vom Bratentopf nahm. Sie schrie: „Eine Ratte im Topf.“ Onkel Willi schleuderte den Topf in den Garten. Der schöne Braten lag im Sand und ein kleines Kaninchen voller Soße kam zum Vorschein. Der Tante Mimi und dem Onkel Willi zitterten die Knochen. Dann die große Frage! Was will ein kleines Kaninchen bei uns im Bratentopf, dazu noch angezogen. Es gab Fragen über Fragen. Langsam beruhigten sich die Gemüter. Sohn Gerd wusch das Kaninchen in Seifenlauge, trocknete es und setzte es in einem warmen Stall.
Als Sibo und Karl am nächsten Morgen ihr Kaninchen wieder abholen mussten, gab es auf alle Fragen eine Antwort.
Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 55.898nach oben
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