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Gedichte » Gefühle » Nachdenkliches
112 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 91 bis 100
Nie wird es so sein wie früher...

Warum
Warum hast du mir meinen Glanz aus den Augen gestohlen
Warum hast du mir mein Lächeln verwährt
Warum hast du mich ausschließlich für deine Befriedigung benutzt
Warum hast du anfänglich so lieb und nett getan
Warum hast du mich so gedemütigt
Warum nahmst du mir meine Würde und meinen Respekt
Warum fügtest du mir all die Schmerzen zu
Warum reichtest du mich einfach weiter
Warum setztest du mich unter Drogen
Warum all das?

Was hab ich dir getan?
Autor:  Bianca S.
(*1981)
Gelesen: 47.775nach oben
Sie ist hin und her gerissen,
wen soll sie denn nur küssen?

Den einen, den sie lange kennt?
Oder den, den sie hat neu entdeckt?

Viel Zeit wird sie wohl brauchen
und bis dahin wird es um sie rauchen!

Doch wenn der Nebel sich verzieht,
hat sie die Verwirrung doch besiegt!
Autor:  Rebekka A.
Gelesen: 44.524nach oben
Denken ???

Denke ich
so bin ich
fühle ich
so bin ich auch

Vom Kopfe gesteuert
im Zwiespalt mit meinem Herzen

Doch die Gedanken sind beeinflussbar
ich denke meist
wie ich es unbewusst mir erhoffe

Doch mein Gefühl ist immer echt
nicht zu beeinflussen
denn es entsteht aus einer ganz eigenen Kraft

Ich kann mir schlechte Gefühle
vom Kopfe her noch so angenehm wie möglich denken
doch tief in mir sitzt weiterhin das schlechte Gefühl...

Nun wonach handeln ???
Ich wähle das Gefühl,
denn ich habe lieber die schrecklichste Wahrheit
als mich selbst zu belügen.
Autor:  Bianca S.
(*1981)
Gelesen: 44.589nach oben
Neues Pflänzchen hab' ich da:
Gelbe Blüten, grünes Kraut,
Trockener Stamm, frisches Haupt

Was stand auf der Verpackung da:
Klares Wasser, jeden Tag,
Dünger, jeden Monat

Wenn ich's nicht hege und pflege:
Keine Blüten, totes Kraut,
Verfaulter Stamm, zerfurchtes Haupt

Es liegt bei mir.
Autor:  Florian Rüdiger Klein
(*1987) in Dessau
Gelesen: 42.228nach oben
Gute Gedichte,
Sind schwer zu finden.
Gute Gedichte für die Blinden,
Die zwischen den Zeilen lesen,
Als wär' die Arbeit nichts gewesen,
Die der Autor sich hat gemacht.

Belacht und doch gewesen!
Autor:  Florian Rüdiger Klein
(*1987) in Dessau
Gelesen: 42.010nach oben
Verdrängen ???

Lange hab ich es versucht
versucht zu verdrängen und es hat 10 Jahre geklappt
doch der überfüllte Eimer ist umgeschüttet worden.

Alles verdrängte liegt nun da vor meinen Augen
ob ich will oder nicht
ich schau es mir an.

Alles zu sehen und dabei das Gefühl empfinden müssen
als ob es gestern geschah, schmerzt.
Es wird mir übel und ich habe ein augeprägtes Bedürfniss mich zu reinigen, meine Seele wird leider nie ganz rein...

Das Verdrängen half mir zu überleben,
denn das Erlebte hätte mich fast mein Leben gekostet.
Die Zeit des Verdrängens ist vorbei

Ich durchlebe erneut jegliches Gefühl von Gewalt,
benutzt und beschmutzt zu werden,
das Gefühl der Angst und Scham,
das Gefühl der Erniedrigung und der Respektlosigkeit.

Das nenne ich verarbeiten,
denn meine Zeit der Verdrängung ist vorüber,
in der Hoffnung
das ich verarbeite
und wieder frei atmen kann...
Autor:  Bianca S.
(*1981)
Gelesen: 39.211nach oben
Gefühle sind traurig, einsam daheim
Gefühle sind zart und zerbrechlich und sterben allein.

Wir verkaufen Gefühle, ohne zu wissen
wie sehr wir sie im Leben vermissen.

Ohne Gefühle ist die Menschheit verlor'n
Ohne Gefühle ist die Erde erfror'n.

Gott hat zuerst gefühle erschaffen -
mit dem Ziel, uns traurig zu machen.
Autor:  Bianka Bachmann
Gelesen: 37.566nach oben
Spuren.

Es war im Frühling 1961. In unserer Nachbargemeinde Apen war Frühlingsmarkt. Alle meine Freunde waren dort zu finden. Nur ich durfte nicht. Meine Eltern hatten es mir verboten. Traurig schlenderte ich ums Haus. Wie gerne wäre ich jetzt dabei gewesen. Vor dem Eingang von Oma und Opas Wohnung, hatte Oma ihr Fahrrad abgestellt. Es war nicht abgeschlossen. Niemand sah mich, als ich mit Omas Fahrrad davon radelte. Meine Füße traten in die Pedale. Die Räder drehten sich wie der Blitz. Schnell war ich auf dem Festplatz in Apen. Meine Freunde grölten am Autoscoter. Auch ich rannte zum nächsten freigewordenen Fahrzeug. In kurzer Zeit, hatte ich mein Geld ausgegeben und wollte nur noch nach Hause. Der Platz, wo ich Omas Fahrrad abgestellt hatte, war leer. Das Fahrrad war nicht mehr da. Ich suchte und suchte, doch das Fahrrad blieb verschwunden. Mit einem sehr schlechten Gewissen lief ich nach Hause. Niemand hatte mein Verschwinden mit Omas Fahrrad bemerkt. Gerade rechtzeitig zum Abendbrot war ich zu Hause. Meine Mutter betete, komm Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns aus Gnade bescheret hast. Erschüttert würgte ich das Abendbrot hinunter, doch ich erzählte nichts. Wilde Alpträume quälten mich diese Nacht. Am nächstem Morgen fuhr ich nicht wie üblich mit dem Zug nach Leer zur Berufsschule, sondern suchte Omas Fahrrad. In vielen Polizeidienststellen und Fundbüros der umliegenden Gemeinden fragte ich nach einem gefundenen oder abgegebenem Fahrrad nach. Den ganzen langen Tag suchte ich, doch ohne Erfolg. Todmüde fuhr ich zu Omas Schwester, Tante Harmke, nach Leer. Dort wohnte ich von Montags bis Samstags, nahe meiner Lehrstelle als Einzelhandelskaufmann bei der Firma, Heinrich Wilhelm Kramer in Leer. Tante Harmke war über meinen Zustand sehr besorgt. Sie hatte ja keine Ahnung, was mit mir los war. Als Entschuldigung für mein spätes Kommen und auch später in der Berufsschule schob ich Krankheit vor. Es folgte die schlimmste Woche meines Lebens. Die Tage schlichen dahin. Meine Anrufe bei den Polizeidienststellen im Ammerland waren ohne Erfolg. Endlich war es Samstag und Wochenende. Wie gewohnt fuhr ich mit dem Zug nach Augustfehn. Das Fahrrad war immer dabei. Doch nach Hause fuhr ich nicht. Stundenlang suchte ich Omas Fahrrad. Unzählige Streiche hatte ich schon gemacht, war dafür immer bestraft worden. Davor hatte ich keine Angst. Oma und Opa haben immer sehr sparsam gelebt. Ein Fahrrad war etwas sehr wertvolles, dafür musste lange gespart werden. In meiner Verzweifelung erinnerte ich mich an die Tischgebete meiner Mutter. Es war schon dunkel und sehr kalt geworden. Einsam und verlassen fühlte ich mich. Lieber Herr Jesus, betete ich, zeig mir doch bitte Omas Fahrrad. Warum hatte ich es nur genommen und nicht mein eigenes. Warum musste mir so etwas passieren?
Die Hoffnung, dass Fahrrad jemals zu finden, war sehr gering. Betrübt fuhr ich nach Hause. Meine Eltern waren voller Sorge. Schweren Herzens erzählte ich ihnen meine Geschichte. Doch alle wussten Bescheid. Ein Bekannter war am Montag gekommen und erzählt, wie verzweifelt ich Omas Fahrrad suchte. Opa hatte darauf gesagt, dass ist nicht schlimm, so lernt der Junge das Beten. Oma hatte sich dann schon am Montag ein wunderschönes neues Fahrrad gekauft und freute sich. Mama hatte ein Festmahl zubereitet. Fröhlich saßen wir am späten Abend zusammen. Die Mahlzeit war köstlich. Kein Wort des Vorwurfs wurde gesagt. Ich fühlte mich wie der verlorene Sohn, der endlich wieder zu Hause war. Unsagbar dankbar war ich, so eine Familie zu haben. Oft denke ich an diesen schönen Abend. Die Geschichte hat Spuren hinterlassen. Tiefe Spuren auf meiner Seele.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 54.078nach oben
Die alte Ruine


Ein Atmen kriecht aus dem Gebälk
aus Ritzen flüchten Rufe
Zwischen Ruinen tanzt der Mond
man hört beritt'ne Hufe

Ein Katzenjammern dringt ans Ohr
und Mägde die sich zanken
ein knisternd’ Feuer nimmt man wahr
wie hinter fernen Schranken

Derb poltern rauhe Lederstiefel
auf ausgetret’nen Fliesen
Burgfrau flicht Blüten sich ins Haar
blickt um sich voll Verdriessen -

denn grölend scherzen unter Fackeln
grobschlächtige Gesellen
die Humpen kreisen unentwegt
im Eck die Hunde bellen

Im Pallas räkelt sich auf Stroh
ein Paar innig umschlungen
die süßen Seufzer die man hört
sind längst Erinnerungen


© Schlossfee 18.04.2006
Autor:  Helga Boban
Schlossfee
Gelesen: 42.355nach oben
Freesland

De See se kummt, de See, se geiht,
dat is en hen un her,
de Minske is hier blot to Gast,
man ewig is dat Meer.

De Störm de drifft dat Water hoch,
de Lü word angst und bang,
Neptun, de will over´t Diek,
he is up Seelenfang.

Dor is he weer up´t witte Perd
un geistert up de Diek.
Dat is de Mann, de mol Diekgraf weer,
vör langer, langer Tied.

De See, se het ok hum verschlungen,
mit Frau, Kind, Perd un Hund.
Sien Seel doch kunn de Ruh neet finnen,
so geiht de Saag, van Mund to Mund.

So geistert he in´t Nacht dört Störm
un mahnt de Frees to dieken,
dat Neptun dor neet over kummt
un sük kien Locken rieten.
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 41.882nach oben
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