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Gedichte » Gefühle » Nachdenkliches
112 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 81 bis 90
Bettler und Prinz

Einst sah von Bergeshöh`n,
ich in das tiefe Tal,
lies Wind und Stürme wehen,
sah skeptisch auf`s Geschehen,
auf Hochmut, Freud und Qual.

Ein Blinder saß am Rande,
der bunten Lichterstadt,
knüpfte immer nur Bande,
mit „niederigem Stande“
weil man ja Grenzen hat.

Ein Kaufmann reich und mächtig,
voll elleganz und Stolz,
mit edlen Kleiden prächtig,
sah auf den Blinden schmächtig,
auch auf des Beines Holz.

„Was sitzt du da du Wanze,
dein Anblick ist mir Last,
blühst hier wie eine Pflanze,
strahlst wie das Glück im Tanze,
folgst nur des Lebens Rast.

Heiter blickt deine Seele,
lächeln auf deinem Mund,
als ob`s dir an nichts fehle,
kein Leid dich jemals quäle,
siehst weder Tag noch Stund.“

„Oh hoher Herr, das Lichte,
war immer mir versagt,
verzeih wenn ich als Wichte,
die Worte an dich richte,
doch klingst du mir geplagt.

Ich riech den Duft des Lebens,
fühl warm der Sonne Kraft,
spür, nichts ist uns vergebens,
außer der Druck des Strebens,
der oft Verzweiflung schafft.

Leg ab doch Prunk und Seide,
setz dich ins wahre Licht,
zu schwer ist dein Geschmeide,
geboren aus dem Leide,
das lang schon zu dir spricht.


Nun lausch des Lebens Klängen,
und tauen wird dein Herz,
wird Macht und Habgier sprengen,
dich retten aus den Fängen,
die voller Trug und Schmerz.“

Ich seh von Bergeshöhen,
zwei Freunde voller Glück,
die auf den Frieden sehen,
des Lebens Ruf verstehen,
und jeden Augenblick.
Gelesen: 46.284nach oben
Ich bewege mich
Ich fühle mich
Ich folge der Spur meines Schattens
Doch, mein Schatten bleibt mein Schatten
Und folgt nur meinem Willen, meiner Kraft, meinen Träumen.
Autor:  Florian Rüdiger Klein
(*1987) in Dessau
Gelesen: 41.748nach oben
Mutter Erde

Wenn weiterhin der Mensch zerstört,
den Wahn im Werden pflegt,
und niemand auf das Warnen hört
was Ahnen gut gehegt,
hat uns das Unglück übermannt
mit Armen, die umschlingen
und keiner hat den Tod gekannt,
kann Hilfeleistung bringen.

Der Gärprozess im Untergang
beginnt an heissen Tagen,
denn morsches Holz und fauler Tang
verrotten, wie wir sagen.
Die Erde stöhnt, ist beim Zerfallen,
kann nur im Zorn die Fäuste ballen
und hoffen auf ein Andersdenken.

Sie will den Menschen Heimat schenken.

© Ingrid Riedl
Autor:  Ingrid Riedl
(*1945, †2014) österr. Dichterin
Gelesen: 43.856nach oben
Wenn der Mond mit der Sonne tauscht

Der Moment wo der Mond mit der Sonne tauscht,
und der Morgen erwacht still und leise,
klingt am Fluss, wo es aus kühlen Wassern rauscht,
wenn das Herz, weit geöffnet, den Klängen lauscht,
unserem Leben die uralte Weise:
Dass der Mensch, der mit Freude den Tag begrüßt,
und mit Dank sich verneigt vor dem Morgen,
plötzlich spürt wie im Herzen das Glück ihm sprießt,
und die Kraft allen Ursprungs warm in ihm fließt,
und er weit ist von Kummer und Sorgen.
Gelesen: 45.669nach oben
Ich fuhr nicht mit,
zwar nahm ich auch den Weg,
langsam und stetig, doch bewusst,
und Schritt um Schritt -
gelangt ich an des Laufes Ziel,
sah noch, wie alles Schnelle auf dem Steg,
schon rasch ins Stolpern kam
und in den tiefen, dunklen Abgrund fiel.
Im Wandeln jung,
war Stille stets mein Gast,
stünd sonst noch an des Ursprungs Quell,
wär blind und taub,
hätt' nie berührt den Boden
meiner letzten Rast,
hört nicht den wahren Klang des Lichtes,
sein Erwachen sanft und leicht,
langsam und stetig, doch bewusst,
und ich sag Dank,
da nun der Geist sich leert,
und tief im Frieden sich bewegt
wo meine Reise hat sein Ziel erreicht.
Gelesen: 43.047nach oben
Vertrauen

Vertrauen ist das Elixir,
von dem wir alle trinken täglich.
Es unterscheidet uns vom Tier
und macht erst unser Menschsein möglich!

Vertrauen ist wie dünnes Glas -
so filigran und so zerbrechlich,
doch wertvoller als irgendwas -
für jeden Menschen unersetzlich!

Vertrauen ist eine zarte Blume,
achtlos tritt man sie schnell nieder.
Mühsam nur entwächst der Krume
eine neue Blume wieder...

(20.11.2006)
Autor:  Ralf Korrek
(*1962)
Gelesen: 44.682nach oben
Die rosarote Brille

Mein letzter Wille ist eine rosarote Brille.
Die Widrigkeiten des Lebens
versuch ich zu vergessen-vergebens.
Vor Krankheit und Not
fühlt ich mich immer bedroht.
Ich machte mir Sorgen um Mann und Kind
obwohl die schon erwachsen sind.
Die kranke Umwelt und die Kriege der Welt
das hab ich alles nicht bestellt.
Ich hab mich sehr bemüht
und war sehr oft betrübt.
Nun geh ich auf die Siebzig,
und fühl mich noch sehr rüstig,
doch manchmal pikst und zwickt es sehr,
wo nehm ich dann die Freude her?
Bin ich dann alt und verlasse die Welt,
wie ist es dann um mich bestellt?
was kommt dann nach dem Tod?
Gibt es eine Hölle oder bin ich bei Gott?
Drum ist mein letzter Wille
eine rosarote Brille.
Gelesen: 57.327nach oben
Arten des Lichts

Der Mensch kann auf dieser Welt
zwei Arten von Licht sehen.
Das eine ist das Licht, das von
der Sonne und den Sternen ausgeht.

Dieses Licht kann man mit den Augen sehen,
Das andere Licht jedoch
kommt aus dem Herzen eines Menschen
und es ist nicht für Jedermann sichtbar.

Doch es ist das wichtigere Licht von beiden.
Es reicht aus, um weiter leben zu können.
Autor:  Nicol Brekoff
Gelesen: 46.914nach oben
Die Traurigkeit
Die Traurigkeit die ein jeder Mensch in seinen Leben mal verspürt ... ergreift meine Sinne.
Durch tränken meine Gedanken. Mein Verstand gehorcht mir nicht mehr.
Fast nebelhaft nimmt man seine Umwelt wahr, wie betäubt.
Doch gerade in dieser Traurigkeit verspürt man eine gewisse Ruhe und Kraft.
Was löst solch eine Traurigkeit aus ... es ist nichts anders als eine unerfüllte Sehnsucht, die "Niemand" stillen kann.
Autor:  Nicol Brekoff
Gelesen: 47.021nach oben
Eine Situation, die nicht passte!

Doch entschloss ich mich
mit allem Schmerz
meine Frucht
zu wahren und zu schützen
zu pflegen und zu lieben,
auch wenn sie mich wohl immer
an dich und dem Geschehniss erinnern würd.

Auch wenn ich allein war
und ich es niemandem anvertrauen konnte
wollte ich es lieben, so gut ich kann.
Die Wochen vergingen
der Bauch nahm Form an
ich sprach mit dir
und empfand das Glück
nicht mehr allein zu sein...

Doch es kam anders
es reichte ihm nicht
mich zu zerstören
er zerstörte auch dich.

Er nahm mir das einzige,
was mir Kraft gab,
was mich vorwärts schauen ließ,
was in mir war und anfing zu leben...

aber nicht leben durfte
weil ER es einfach nahm
und wegschmiss...
Autor:  Bianca S.
(*1981)
Gelesen: 48.366nach oben
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