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Gedichte » Gefühle » Hoffnung
50 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 1 bis 10
Auch wenn dich das Schicksal
hart getroffen hat
öffne die nächste Tür zur
Zuversicht und du wirst
wieder die zarten Farben
der Hoffnung, des Mutes
und der Fröhlichkeit
sehen
Autor:  Willgard Krause
(*1963)
Gelesen: 44.171nach oben
Auf weiß getünchter Wand
den Schmetterling ich fand.

Ganz reglos er verharrte.
Jemand sprach leise: Warte.

Genieße hier das Sonnenlicht,
im Schatten gibt es solches nicht.

Der Schmetterling war klüger
und auch ein guter Flieger:

So flog er auf dem Sonnenstrahl
ins bunte Wiesenblumental.

Den Schatten mied er ohne Mühen:
Genauso werde ich entfliehen;

Mit Flügeln und ein wenig Flattern
werd' ich im Licht den Platz ergattern

Und niemals mehr im Schatten ruh'n.
Das werd' ich tun, das werd ich tun...

© by londerika
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 135.305nach oben
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimmen stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber..." argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll. "Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre nette Gefährtin: "Aber... aber – wer bist eigentlich du?"
"Ich", sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein Mädchen: "Ich bin die Hoffnung."

(Inge Wuthe)
Autor:  Inge Wuthe
Gelesen: 133.747nach oben
Hoffnung durch Licht

Auch wenn ein Schicksal
hart getroffen
Glaub an das Licht
das zu dir steht

Denn auch im Schicksal
diese Hoffnung
Das Licht dich
aus dem Schlammloch zieht

(1057)
Autor:  Gerhard Ledwina
(*1949)
Gelesen: 157.502nach oben
Hoffnungs - Los


Wenn Sterne nicht leuchten und Engel versagen,
die Sonne nicht scheint, nur Sorgen dich plagen.

Wenn Hilfe nicht hilft und Worte nichts sagen,
wenn Mut nur noch Angst macht, Probleme dich jagen.

Wenn Liebe nicht reicht, und leer ist das Herz,
wenn schwer ist die Last, die Seele voll Schmerz.

Es geht in den Tunnel nicht raus, nur hinein,
das Licht dort am Ende, wo kann es nur sein?

Man sagt, am Ende ist immer ein Licht.
Ich suche und suche und sehe es nicht.

Es nimmt kein Ende, es kommt immer mehr,
die Kraft ist verbraucht, der Schmerz nagt so sehr.

Man kann sich nur fragen: Wo ist mein Glück?
Wieviel kann man ertragen? Wann kommt es zurück?

Was bleibt ist die Hoffnung, man hat keine Wahl,
denn ohne die Hoffnung ist Leben nur Qual.
Ein großer Helfer ist einzig die Zeit,
sie schafft gewisse Erträglichkeit.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 171.182nach oben
Zwiegespräch


Weißt du, wie es ist, wenn man sucht und niemals findet?
Weißt du, wie es ist, wenn die Hoffnung langsam schwindet?
Weißt du, wie es ist, wenn man immer nur im Kreis geht?
Weißt du, wie es ist, wenn man selbst sich nur im Weg steht?
Weißt du, wie es ist, wenn der Schatten größer als das Licht ist?
Weißt du, wie es ist, wenn am Abend man den Tag vergisst?
Weißt du, wie es ist, wenn statt Sonne man nur Wolken sieht?
Weißt du, wie es ist, wenn das Leben nur vorüberzieht?
Weißt du, wie es ist, wenn aus Farbe nur noch schwarz wird?
Weißt du, wie es ist, wenn man nutzlos nur umherirrt?
Weißt du, wie es ist, wenn das Schöne nicht mehr schön ist?
Weißt du, wie es ist, wenn sich Trübsinn nur ins Herz frisst?
Weißt du, wie es ist, wenn man fühlt sich krank und leer?
Weißt du, wie es ist, wenn man denkt, es geht nichts mehr?

Ich sag dir, wie es ist, wenn die Kraft die Angst verwindet.
Ich sag dir, wie es ist, wenn man den Sinn des Lebens findet.
Ich sag dir, wie es ist, wenn man das Lachen wieder kennt.
Ich sag dir, wie es ist, wenn das Feuer wieder brennt.
Ich sag dir, wie es ist, wenn die Sonne wieder scheint.
Ich sag dir, wie es ist, wenn die Seele nicht mehr weint.
Ich sag dir, wie es ist, wenn das Schöne überwiegt.
Ich sag dir, wie es ist, wenn die gute Laune siegt.
Ich sag dir, wie es ist, wenn man wieder Hoffnung spürt.
Ich sag dir, wie es ist, wenn der Optimismus führt.
Ich sag dir, wie es ist, wenn Träume nicht nur Schäume sind.
Ich sag dir, wie es ist, wenn man Wärme spürt und Wind.

Es ist so, wenn ich sag, dass das Leben sich stets lohnt.
Es ist so, wenn ich sag, dass viel Tatkraft in uns wohnt.
Es ist so, wenn ich sag, schau nach vorn und nicht zurück.
Es ist so, wenn ich sag, die Zukunft ist die Chance zum Glück.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 205.707nach oben
STERNE wie ein Blütenmeer

Ein GLITZERN sah ich heute Nacht,
voll Lichter war das All
und STERNE
wie ein Blütenmeer,
sie sangen leis im Fall
verzierten dann
den Lebensbaum
den nur im
TRAUM
man sieht,
wo HOFFNUNG,
wie die
ZUVERSICHT
in zarten FARBEN
blüht.
Autor:  Ingrid Riedl
(*1945, †2014) österr. Dichterin
Gelesen: 212.019nach oben
Wo ist


Wo ist der tiefe Lebensrand
der dich mit Last bedrückt
Voll Sorgen bist du wie gebannt
und hoffst auf Glück zurück

Lass dich in dieser schweren Zeit
nicht unter Wasser drücken
Schwimm an den Strand und such nach Rat
wie Mut und Schwung zu pflücken

(954)
Autor:  Gerhard Ledwina
(*1949)
Gelesen: 205.418nach oben
Regenbogen

Wie im Hauch vom Wind gezogen
schillert bunt der Regenbogen,
legt die Brücke auf das Hoffen.

Lässt so manche Wünsche offen.
Autor:  Ingrid Riedl
(*1945, †2014) österr. Dichterin
Gelesen: 203.598nach oben
Die Stiege zum Licht

Ich leh'n am Felsen, trüb' und still,
hab' vieles überdacht,
Die Dämm'rung schwand mir unbemerkt,
es nahte schon die Nacht.

Die Erdenmassen liegen da,
vom Nebel grau umwoben,
als wären sie verlassen
in's Dunkel abgeschoben.

Doch sieh', da blitzt gar fern ein Licht
und wieder eins empor,
es kommt von oben unverhofft
ein heller Schein hervor.

Die Stiege zeigt den Ausgang mir,
vom strahlend Licht erhellt
und bringt die Hoffnung, die nun hier
die Zukunft wohl erstellt.
Autor:  Ingrid Riedl
(*1945, †2014) österr. Dichterin
Gelesen: 205.094nach oben
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