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Gedichte » Gefühle » Freundschaft
74 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 1 bis 10
Diese Augen

Wenn man in diese Augen schaut
der Blitz einen zu Boden haut
Da kann man gar nicht widersteh´ n
und freut sich auf ein Wiederseh´ n

Da ist man freudig und entzückt
der Bauch spielt dabei noch verrückt
Sind diese Augen auch noch ehrlich
ist dieser Mensch ganz unentbehrlich

(Nr. 126)
Autor:  Gerhard Ledwina
(*1949)
Gelesen: 246.644nach oben
Enttäuschung


Was ist mit mir los, die Enttäuschung ist groß.
Hab auf dich gebaut, dir immer vertraut.
Warst für mich oft ein Licht - ich verstehe das nicht.
Wir war´n für uns da, selbst im Denken ganz nah.
Haben gelacht und geweint.
War das nie so gemeint?
Hab ich mich geirrt?
Hast du mich verwirrt?
Zweifel sind zwar manchmal gekommen,
hab sie mir jedoch immer selbst genommen.
Oder ließ ich mich von Ausreden erdrücken,
nur um dein Bild wieder gerade zu rücken?
Hab vieles entschuldigt, dich immer geschützt,
meine Menschenkenntnis hat mir nichts genützt.
Es macht mich auch traurig und ich bin verwirrt,
denn wer sagt, dass man sich nicht wieder so irrt?
Bin ich zu naiv, vertraue ich zu leicht,
obwohl es zu so viel Vertrauen nicht reicht?
Ich kann es nicht ändern, es ist wie es ist,
ich muss damit leben, du bist wie du bist.
Die Enttäuschung ist da - ich komm´ damit klar!
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 282.592nach oben
Das schaffst du schon
(für einen ganz besonderen Menschen)


„Das schaffst du schon!“ – das klingt so gut
und soll uns geben Kraft und Mut.
Doch sagt es sich dann oft sehr leicht,
wenn man es auch nur schwer erreicht,
wenn Angst begleitet, Kummer, Schmerz,
Belastung liegt auf Kopf und Herz,
wenn Fragen quälen, Sehnsucht nagt,
allein man ist und niemand fragt.
Die Last muss man allein ertragen,
man will es auch nicht jedem sagen.
Da muss man durch mit eigener Kraft,
wie gut wär´s, wär´ es schon geschafft.
Mal trägt man´s, mal ist es sehr schwer,
mal denkt man, es geht gar nichts mehr.
Denk positiv und nimm´s nicht schwer,
sagt dann mancher so daher.
Ein Freund tut dann wie selten gut,
er gibt uns Kraft und Trost und Mut.
Man muss den Weg zwar selber gehen,
doch kann solch Freund das gut verstehen.
Hat Ohren, Augen, Hände, Herz,
kann da sein auch bei größtem Schmerz.
Kopf hoch, sei stark, denn es muss sein,
ein Glück ist, man ist nicht allein
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 282.324nach oben
Freunde


Ich hatt´ mal eine Freundin, die sah auch ganz toll aus.
Wir trafen uns fast täglich zum Spiel vor unserem Haus.

Ich schenkte ihr oft Sticker, bezahlte mal ein Eis,
sie sagte nicht mal “danke”, egal war ihr der Preis.

Sie war ja meine Freundin, ich tat das gern für sie,
doch dass sie mich nur ausnutzt, das glaubte ich damals nie.

Sie hatte einfach alles: teures Fahrrad, Baby born,
Computer, Fernseher, Rollerblades, bei allem war sie vorn.

Sie trug auch immer super Sachen, hatte Jeans und tolle Schuh`.
Was sie tat und wo sie war, alle schauten zu.

War sie mal krank, besucht´ ich sie, bracht´ ihr die Schularbeiten,
denn Freunde, dacht´ ich, die sind da für gute und auch schlechte Zeiten.

Ich half ihr beim Lernen, sie schrieb von mir ab, beschützte sie, wenn es mal nötig war.
Denn ich war stolz, ihre Freundin zu sein und sagte zu allem “ja”.

Doch einmal ging mir´s richtig schlecht, ich war ganz allein.
Ich hätte sie so sehr gebraucht, doch sie sagte “nein”.

Da gingen mir die Augen auf und mir kam in den Sinn,
diese Freundschaft war nichts wert, weil sie nur von mir ausging.

Ich gab alles, sie gab nichts, sie dachte nur an sich.
Ich war immer für sie da, und sie benutzte mich.

Trotzdem hab´ ich was gelernt: Freund sein, das heißt nicht nur Geben.
Nun wird es Zeit, ich suche mir ´nen echten Freund fürs Leben.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 291.697nach oben
Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon*), den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
"Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!"
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
"Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
"Das sollst du am Kreuze bereuen."

"Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn' ich, erwürgen."

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
"Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh' du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen."

Und er kommt zum Freunde: "Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme zu lösen die Bande."

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen;
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket.
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
"O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen."

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

"Was wollt ihr?" ruft er vor Schrecken bleich,
"Ich habe nichts als mein Leben,
Das muß ich dem Könige geben!"
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
"Um des Freundes willen erbarmet euch!"
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Kniee.
"O hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!"

Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen;
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
"Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen."

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen;
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus,
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:

"Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet' er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben."

"Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
Ein Retter, willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut'ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue!"

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
"Mich, Henker", ruft er, "erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!"

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär';
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen,

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: "Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn -
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der Dritte!"
Autor:  Friedrich von Schiller
(*1759, †1805)
Gelesen: 334.659nach oben
Ich mag Dich

Ich will nicht imponieren
Mit so ´nem kleinen Vers
Ich möchte dir nur sagen
Wie´s aussieht in meinem Herz
Die Knie, bei deiner Stimme weich
An Gefühlen zu Dir, bin ich reich
Im Bauch ein Flattern oder Druck?
Als hätte ich ´nen Schmetterling verschluckt
Im Herzen ständig leichtes Beben
Wird sich das je wieder geben?
Der Kopf ist leer
Nur ein Gedanke:
...Ich mag dich sehr...
Autor:  Kati Gerhardt
Gelesen: 384.924nach oben
Der Flieder


Der Flieder blüht
in all den Farben
es ist die herrlich
Frühjahrszeit

Die Freude auf
die sonnigen Tage
die öffnet unser
Herz doch weit

Die Tage sind
so wunderschön
und toll sind
doch die Farben

Mit Freude durch,
das Frühjahr lebt
Die Blumen stehn
im Garten
Autor:  Gerhard Ledwina
(*1949)
Gelesen: 386.235nach oben
Zweitstimme
Mein Freund, die inn're Stimme räuspert sich.
Versucht, dir dringend etwas mitzuteilen.

Hustet verlegen, stotternd bringt sie 's nicht,
sich mit der warnenden Botschaft zu beeilen.

Und schon stürzt du, leicht und unbesonnen,
in neue, lockende Abenteuer dich hinein.

Die inn're Stimme hat verloren, du scheinbar gewonnen.
Nur nachher dröhnt es, klingt nicht: "Lass das lieber sein!"

Drum hab' Geduld, und warte, was sie sagen will,
Ob nun "Lass' es sein!" oder "Tu 's lieber so!"

Horche, und halte einen Moment lang still.
Dann bleibst du sicher deiner Taten und auch froh.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 396.382nach oben
Sich nah zu sein und doch den Abstand halten,
sich streiten können, ehrliche Aufrichtigkeit,
in kargen Zeiten helfend das Unglück verwalten,
ohne zu fordern, weder in Freud noch Leid:
Das sind die Qualitäten freundschaftlicher Natur.
Die Liebe fordert mehr. Freundschaft ist Liebe pur.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 412.066nach oben
Freundschaft


Freundschaft
die nach vielen Jahren
so lebhaft wie ein junges Kind

Die sollt man gern
im Herzen tragen
da weis man, was die richtigen Freunde sind
Autor:  Gerhard Ledwina
(*1949)
Gelesen: 411.052nach oben
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