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Gedanken & Gedichte » Autor: Claudia Henkel
47 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 41 bis 47
Sprach - los


Ich träumte, ich sah eine Fee - wie im Märchen.
Und ich hatte einen Wunsch frei - wie im Märchen.
Waren das mein Traum und meine Fee?
War das auch mein Märchen?
Ich war so leicht, ja, ich schwebte!
Aber was war das?
Die Fee - der Wunsch - mein Wunsch!
Sie wollte eine Antwort!
Ich bin stumm, will reden, etwas sagen, aber was?
Ich kann nicht!
Oder will ich nicht?
Ihre Stimme wird leiser, die Fee wird kleiner - ist schon weit weg.
Aber mein Wunsch!
Ich hatte einen Wunsch frei!
Ich wache auf.
Mein Traum - was war das, wo ist er hin?
Hier bin ich.
Ich lebe, ich atme, bin glücklich.
Was will ich?
Ich will jung sein, ich will alt sein,
ich will lieben,
ich will geben und ich will nehmen,
will glücklich sein und will leiden -
lachen und weinen,
einfach leben.
Ich will sein -
und ich bin!
Wozu brauche ich dann eine Fee?
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
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Einsamkeit


Ich sitze hier, allein mit mir,
Träume bringen mich zu dir.
Ich weiß, dass ich nicht einsam bin,
das käme mir nicht in den Sinn.
Allein - das heißt nicht einsam sein,
das schreib ich mir ins Herz hinein.
Liebe Menschen denken an mich,
liebe Menschen sorgen sich.
In Gedanken sind sie bei mir, jederzeit,
und wenn ich sie brauche, sind sie bereit.
Drum will ich nicht hadern, will glücklich sein,
denn ich bin nicht einsam, bin nur allein.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
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Das schaffst du schon
(für einen ganz besonderen Menschen)


„Das schaffst du schon!“ – das klingt so gut
und soll uns geben Kraft und Mut.
Doch sagt es sich dann oft sehr leicht,
wenn man es auch nur schwer erreicht,
wenn Angst begleitet, Kummer, Schmerz,
Belastung liegt auf Kopf und Herz,
wenn Fragen quälen, Sehnsucht nagt,
allein man ist und niemand fragt.
Die Last muss man allein ertragen,
man will es auch nicht jedem sagen.
Da muss man durch mit eigener Kraft,
wie gut wär´s, wär´ es schon geschafft.
Mal trägt man´s, mal ist es sehr schwer,
mal denkt man, es geht gar nichts mehr.
Denk positiv und nimm´s nicht schwer,
sagt dann mancher so daher.
Ein Freund tut dann wie selten gut,
er gibt uns Kraft und Trost und Mut.
Man muss den Weg zwar selber gehen,
doch kann solch Freund das gut verstehen.
Hat Ohren, Augen, Hände, Herz,
kann da sein auch bei größtem Schmerz.
Kopf hoch, sei stark, denn es muss sein,
ein Glück ist, man ist nicht allein
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 311.475nach oben
Freunde


Ich hatt´ mal eine Freundin, die sah auch ganz toll aus.
Wir trafen uns fast täglich zum Spiel vor unserem Haus.

Ich schenkte ihr oft Sticker, bezahlte mal ein Eis,
sie sagte nicht mal “danke”, egal war ihr der Preis.

Sie war ja meine Freundin, ich tat das gern für sie,
doch dass sie mich nur ausnutzt, das glaubte ich damals nie.

Sie hatte einfach alles: teures Fahrrad, Baby born,
Computer, Fernseher, Rollerblades, bei allem war sie vorn.

Sie trug auch immer super Sachen, hatte Jeans und tolle Schuh`.
Was sie tat und wo sie war, alle schauten zu.

War sie mal krank, besucht´ ich sie, bracht´ ihr die Schularbeiten,
denn Freunde, dacht´ ich, die sind da für gute und auch schlechte Zeiten.

Ich half ihr beim Lernen, sie schrieb von mir ab, beschützte sie, wenn es mal nötig war.
Denn ich war stolz, ihre Freundin zu sein und sagte zu allem “ja”.

Doch einmal ging mir´s richtig schlecht, ich war ganz allein.
Ich hätte sie so sehr gebraucht, doch sie sagte “nein”.

Da gingen mir die Augen auf und mir kam in den Sinn,
diese Freundschaft war nichts wert, weil sie nur von mir ausging.

Ich gab alles, sie gab nichts, sie dachte nur an sich.
Ich war immer für sie da, und sie benutzte mich.

Trotzdem hab´ ich was gelernt: Freund sein, das heißt nicht nur Geben.
Nun wird es Zeit, ich suche mir ´nen echten Freund fürs Leben.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
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Erinnerung


Eingestaubt und fast vergessen,
hinter Koffern halb verdreckt,
der Platz dafür wie abgemessen,
ja, was liegt denn da versteckt?

Jahrelang nicht mehr gesehen
und schon gar nicht dran gedacht.
Was ist nur damit geschehen?
Was hat man damit gemacht?

Sie war vor so vielen Jahren
einen Tag mein bestes Stück.
Prall gefüllt mit süßen Waren
sorgte sie für großes Glück.

Oben war mit Tüll gebunden
eine Schleife groß und rot.
Zum Halten kaum die Kraft gefunden,
beim Tragen hatte ich große Not.

Der erste Schultag war gekommen,
vor Freude fast mein Herz erglühte.
Ich hab´ dich in den Arm genommen,
du gute alte Zuckertüte.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
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Die Kuh


Es war mal eine Kuh,
die machte nicht mehr “muh”.
Da kam das Schwein zur Kuh
und sagte zu ihr: “Du,
warum machst du nicht “muh”? “
Darauf sagt ihm die Kuh:
“Ich kann doch nichts dazu!
Und lass mich jetzt in Ruh´!”
Da kam das Schaf dazu.
Es sagt sogleich:
“Nanu, was ist denn hier für ein Getu`?”
Und wieder sprach die Kuh:
“Ach lasst mich doch in Ruh´!
Bin dick und hässlich noch dazu!
Drum sag´ ich nicht mehr “muh”! “
Und plötzlich kommt der Kakadu.
„Hallo Schwein und Schaf und Kuh!
Kommt mal her und hört mir zu!
Möcht nicht sein ein Kakadu!
Wenn ich zaubern könnt´ im Nu,
ich wüsste sofort, was ich tu`.
Ich wär sogleich ´ne bunte Kuh
mit Euter und ´nem Schwanz dazu!”
Den Kopf hebt daraufhin die Kuh.
“Und das sagst ausgerechnet du?
Kannst fliegen und bist schlank dazu,
und nicht so dick wie eine Kuh!”
Von diesem Tag an war die Kuh
der beste Freund vom Kakadu.
Und eines kam dann noch dazu:
Sie sagte endlich wieder “muh”!
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
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Nur für mich

Am Himmel dort oben leuchtet ein Stern,
trotz wolkenverhangen, er leuchtet von fern.
Er strahlt auf mich nieder, kann so viel sagen,
ich hör´ es genau, ich muss ihn nichts fragen.
Ich seh´ ihn nicht nur, ich kann ihn auch spüren,
er weist mir den Weg und er wird mich führen.
Er weiß genau, was gut für mich ist,
nicht voreingenommen und ganz ohne List.
All meine Sinne sind für ihn da,
obwohl so weit weg ist er mir so nah.
Er leuchtet so ehrlich und trotzdem mit Macht,
es sieht fast so aus, als ob er mit mir lacht.
Vor allem die Wärme strahlt auf mich nieder,
sie umhüllt mich sanft und wärmt meine Glieder.
Ich spür´ seine Stärke, die Ruhe und Kraft,
ich fühl´ mich so gut, er hat das geschafft.

Da steht jemand bei mir und ich hör´ ihn sagen:
„Wo schaust du denn hin und wem stellst du Fragen?“

Ich zeig´ ihm den Stern dort oben ganz weit,
doch er sieht nur Wolken und Dunkelheit.
Und da plötzlich weiß ich:
Der Stern ist mir nah.
Nur ich kann ihn sehen, er ist nur für mich da.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
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