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Gedanken & Gedichte » Autor: Claudia Henkel
47 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 21 bis 30
Hoffnungs - Los


Wenn Sterne nicht leuchten und Engel versagen,
die Sonne nicht scheint, nur Sorgen dich plagen.

Wenn Hilfe nicht hilft und Worte nichts sagen,
wenn Mut nur noch Angst macht, Probleme dich jagen.

Wenn Liebe nicht reicht, und leer ist das Herz,
wenn schwer ist die Last, die Seele voll Schmerz.

Es geht in den Tunnel nicht raus, nur hinein,
das Licht dort am Ende, wo kann es nur sein?

Man sagt, am Ende ist immer ein Licht.
Ich suche und suche und sehe es nicht.

Es nimmt kein Ende, es kommt immer mehr,
die Kraft ist verbraucht, der Schmerz nagt so sehr.

Man kann sich nur fragen: Wo ist mein Glück?
Wieviel kann man ertragen? Wann kommt es zurück?

Was bleibt ist die Hoffnung, man hat keine Wahl,
denn ohne die Hoffnung ist Leben nur Qual.
Ein großer Helfer ist einzig die Zeit,
sie schafft gewisse Erträglichkeit.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 205.100nach oben
Warum?


Warum? Ich weiß nicht.
Warum Ich weiß es nicht!
Warum? Keine Ahnung.
Aber warum? Es ist so.
Warum? Es ist eben so!
Aber warum? Ich kann es nicht sagen.
Warum? Du musst damit leben.
Damit leben? Ja, nimm es an!
Warum? Weil es so ist.
Sag mir warum? So ist das Leben.
Warum? Man kann es nicht ändern.
Warum? Blicke nach vorn.
Aber warum? Weil das Leben weitergeht.
Warum? Weil es muss.
Warum? Es muss weitergehen.
Warum? Weil morgen die Zukunft beginnt!
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 117.351nach oben
Stufen


Eine Treppe hat Stufen¸ hinab und hinauf,
genauso nimmt jeder Weg seinen Lauf.
Auch der des Lebens ist nicht immer eben,
das wär‘ zu einfach, das kann es nicht geben.
Denn nur immer oben zu schwimmen ist schwer,
das kostet viel Kraft und schwächt uns sehr.
Jede Stufe bedeutet im Leben ein Schritt,
ob hoch oder runter, man geht einfach mit.
Aufwärts hat man immer nur Glück,
man ist gesund und schaut niemals zurück.
Freude und Reichtum bestimmen das Leben,
wie kann es etwas Besseres geben?
Doch will man das immer, ist das immer gut?
Wo bleiben Herausforderungen, Leichtsinn und Mut?
Man muss auch mal zweifeln und traurig sein,
oder weinen und wütend sein ganz allein.
Misserfolg und Krankheit, Tod,
jeder kennt Verzicht und Not.
So geht’s im Leben treppab und treppauf,
mal oben, mal unten, das hält niemand auf.
Erfahrungen prägen und geben uns Recht,
nur Glück gibt es niemals, das ist nicht echt.
Doch geht man nie runter, braucht man nie rauf,
dann hört jedes Kämpfen im Leben auch auf.
Langweilig und öd wird’s, man bleibt einfach stehen,
kann nicht genießen und vorwärts gehen.
Darum ist es nötig, die Treppen zu steigen,
sie werden helfen, die Realität zu zeigen.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 200.700nach oben
Die Wolke


Eine Wolke schwebte am Himmelszelt,
betrachtete von oben die ganze Welt.
Sie wollte so gerne nach unten gehen,
sich auf der Erde einmal genau umsehen.

Die Natur betrachten, die Menschen erleben,
sich einfach nur diesem Leben hingeben.
Sie wollte mal keine Wolke mehr sein,
so leblos am Himmel und immer allein.

Wollte riechen und schmecken und Dinge berühren,
wollte hören und sehen, das Leben spüren.

Was ist Liebe, und wann muss man weinen?
Kann immer für jeden die Sonne scheinen?
Warum wird man müde, was macht man mit Geld?
Wie lernt man sprechen, wie wird man ein Held?
Muss jeder Mensch sterben, ist Gras auch mal bunt?
Können Kühe auch bellen, und ist lachen gesund?

Die Wolke hatte so viele Fragen
und wollte auch endlich mal Antworten haben…..

Plötzlich höre ich Vogelgesang.
Ich öffne die Augen und mir wird ganz bang.
Bin ich Mensch oder Wolke, was ist nur geschehen?
Kann ich die Erde oder den Himmel sehen?

Ich schaue mich um und mir wird jetzt klar,
dass das alles ein Traum nur war.
Was die Wolke sich wünschte, das ist mir gegeben,
ich spür’ meine Sinne und kenne das Leben.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 230.599nach oben
Selbstfindung


Ich steh’ auf der Kreuzung und weiß nicht wohin.
Will ich nach rechts oder links, wonach ist mir der Sinn?
Sollte ich vielleicht geradeaus weiter gehen
oder ganz einfach auf der Stelle stehen?
Am besten ist, ich geh einfach zurück,
da kenne ich alles, muss nicht kämpfen ums Glück.

Nach rechts muss man abbiegen, das ist schon schwer,
das kostet mir Mühe und Anstrengung sehr.
Sehe nicht, was hinter der Kurve liegt
und weiß nicht, ob mich meine Angst besiegt.

Linksherum geht es den Berg hinauf.
Da brauche ich Kraft, nehme ich das in Kauf?

Geradeaus muss ich den Berg runter gehen,
ich kann jetzt schon so viele Schlaglöcher sehen.

Was ist nun richtig? Wie soll ich wählen?
Kann ich auf Hilfe von außen zählen?

Was soll ich tun und wie mich entscheiden?
Mach ich es mir leicht? Soll das Schwere ich meiden?
Oder schaff ich’s und kämpfe und laufe nicht fort,
wenn ich auch nicht weiß, was erwartet mich dort?

Ich nehme es auf mich, die Neugierde siegt.
Das hinter mir kenne ich, will wissen, was vor mir liegt.
Ich muss die Chance nutzen und weiter gehen,
nach vorn blicken, ohne mich umzudrehen.
Bin gespannt auf die Zukunft und brenn innerlich,
will intensiv leben, denn es geht um mich.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 186.998nach oben
Glück


Was ist Glück, wird mancher fragen, ganz so leicht kann man’s nicht sagen.

Kann man’s sehen oder spüren?
Kann man’s gewinnen, auch verlieren?
Kann man´s halten oder schenken?
Wie soll man darüber denken?
Kann man’s greifen, sogar hören?
Kann man es vielleicht vermehren?

Niemand weiß genau zu sagen: Was ist Glück? Wen kann man fragen?

Des einen Glück, des anderen nicht, es kommt drauf an, aus welcher Sicht.

Wer Unglück kennt, weiß Glück zu schätzen.
Glück ist Ruhe, nicht nur hetzen.
Glück ist Sonne, wenn es regnet.
Glück ist Regen, wenn es dörrt.
Glück ist, wenn man Glück begegnet.
Glück ist jedes liebe Wort.
Glück ist auch, gesund zu sein.
Glück hat, wer nicht ist allein.

Glück ist auch ein Freund im Herzen, der da ist stets bei großen Schmerzen.
Glück ist, morgens aufzustehen, aufrecht durch den Tag zu gehen.

Denn weniger ist manchmal mehr, Bescheidenheit tut Not so sehr.
Was man gibt, das kommt zurück, am schönsten ist das kleine Glück.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 318.863nach oben
Lebensabend


Ich trete in den Raum, man beachtet mich kaum.
Es läuft leise Musik, ich kenne das Stück.
Doch ich hab das Gefühl, es hört niemand hin,
nach dieser Musik scheint hier keinem der Sinn.

Eine Frau blickt mich an, ich schaue zurück,
doch sie sieht mich nicht, ganz starr ist ihr Blick.
Sie schaut durch mich durch, ihre Augen sind leer.
Ich würd’ gern was sagen, doch sie hört mich nicht mehr.

Ein älterer Mann, er sieht noch gut aus,
sitzt in einem Rollstuhl, schaut zum Fenster heraus.

Am Ende des Tisches, ich seh’s nicht genau,
ich kann es nur hören, da weint eine Frau.

Und so stehe ich hier, vom Mitleid zerrissen,
ob diese Menschen nicht ihr Leben vermissen?
Sie leben im Gestern und haben vergessen,
was gerade geschieht oder was sie besessen.

Ich sehe einen Mann, wie er mit mir lacht.
Mir tut das so gut, was er damit macht.
Ich gehe auf ihn zu und nehm’ seinen Arm.
Ich frag, wie’s ihm geht, sein Blick ist so warm.
Seine Augen, sie strahlen, und er sagt nur: “Gut!“
Ich bin voller Ehrfurcht, er gibt mir viel Mut.

Diese Menschen hier leben in ihrer eigenen Welt,
die nicht mehr beherrscht wird von Hektik und Geld.
Vielleicht ist es schön da, ich red’ es mir ein,
denn dann geht’s mir besser, es muss so sein.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 187.726nach oben
Mein Vogel


Ich weiß noch, als ich klein noch war,
als für mich ein kleines Wunder geschah.
Dass es ein Wunder war, wusste ich nicht,
für mich war es damals im Dunkeln ein Licht.

Ich war oft sehr krank, lag fiebernd im Bett, war traurig, allein, und das war nicht nett.

Ich blickte zum Fenster und konnte es sehen,
ein kleiner Vogel blieb auf dem Fensterbrett stehen.
Er sah zu mir rein, er war mir ganz nah,
es war grade so, als sei er nur für mich da.
Er sang dann ein Lied und ich hab gelacht,
es tat mir so gut, was er mit mir macht.

Solange ich krank war, kam er jeden Tag,
ich wartete schon, wenn ich da so lag.
Und war ich gesund, hab ich ihn nie gesehen,
da konnte ich stundenlang am Fenster stehen.

Doch immer wenn ich krank dann war,
war mein lieber Vogel wieder für mich da.
Er sang mir sein Lied, ich war wie besessen.
Ich konnt’ dabei stets meine Krankheit vergessen.

Das ging so, viele Jahre lang, ich wurde erwachsen, während mein Vogel für mich sang.

Wieder mal lag ich im Bett
und schaute raus aufs Fensterbrett.
Da war mein Vögelchen schon da,
es war mir wieder einmal nah.
Doch sang es heut ein anderes Lied,
ich wusste nicht, was hier geschieht.
Es war noch schöner als bisher,
ich liebte dieses Vöglein sehr.
Es schaut mich an mit treuem Blick,
dann flog es weg, kam nie zurück.

Ich wusste dann auch, was das war, mir wurde plötzlich alles klar:

Begleitet hat er mich als Kind, weil Kinder immer hilflos sind.
Hat mir gezeigt, was Leben ist, war treu und ehrlich, ganz ohne List.
In schweren Zeiten war er für mich da, ich hatte ihn gern, er war mir so nah.

Meinen Weg konnte ich nun ohne ihn gehen, hab viel gelernt und mein Leben bestehen
Ich bin so dankbar: ich hab ein Vögelchen besessen,
ich werd es in meinem Leben niemals vergessen.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 189.657nach oben
Stille


Ich schließe die Augen und spüre nichts,
ich schließe die Augen und fühle nichts.
Um mich herum ist es vollkommen still,
kein Ton ist zu hören, auch wenn ich es will.

Ich lasse mich fallen, es ist wie ein Traum,
ich höre die Stille, sie umgibt mich im Raum.

Ich höre, wie der Mond scheint,
ich höre, wenn mein Herz weint.
Ich höre die Ruhe, und ich höre den Wind,
ich höre, wie viele Wolken am Himmel sind.

Ich lasse mich fallen, es ist wie ein Traum,
ich höre die Stille, sie umgibt mich im Raum.

Ich höre, wie die Luft in den Ohren schwingt,
ich höre, wie die Sonne am Horizont versinkt.
Ich höre, wie mein Blut in den Adern fließt,
ich höre, was man von den Lippen abliest.

Ich lasse mich fallen, es ist wie ein Traum,
ich höre die Stille, sie umgibt mich im Raum.

Ich öffne die Augen, um mich herum ist es still.
Ich öffne die Augen, trotzdem höre ich viel.
Die Stille tut gut, doch ist manchmal auch Schmerz,
denn ich kann sie hören, sie berührt mein Herz.

Ich lasse mich fallen, es ist wie ein Traum,
ich höre die Stille, sie umgibt mich im Raum.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 162.730nach oben
Lass mich los



Lass mich los, es ist die Zeit,
du bist jetzt groß, drum sei bereit.

Lass mich los, musst selbst nun leben,
den Sinn des Lebens selbst dir geben.

Lass mich los, entscheid allein,
denn du bist jetzt nicht mehr klein.

Lass mich los, kannst alles gut,
dazu gehört nur etwas Mut.

Lass mich los, bist nicht allein,
viele werden bei dir sein.

Lass mich los, tu´s, es geht,
tu es jetzt, sonst ist´s zu spät.

Lass mich los bevor ich geh,
denn sonst tut es noch mehr weh.

Lass mich los, vertraue mir,
glaub mir, ich vertraue dir.

Lass mich los, es ist kein Schmerz,
denn ich wärme dir dein Herz.
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
Gelesen: 176.155nach oben
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