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Gedanken & Gedichte » Autor: Rolf Grebener
27 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 1 bis 10
Das Wunder von Suurhusen!

Der schiefste Kirchturm der Welt steht im Ostfriesischen Suurhusen.
Täglich finden Kirchenführungen statt. So auch an diesem besagten Sonntag als Jan-Hinnerk vor der Kirche steht und laut weint. Warum weinst du, Junge, fragt ihn besorgt ein Urlauber. Ich kann wieder laufen, schluchzt Jan-Hinnerk. Er weint vor Freude, ruft der Urlauber, ein Wunder ist geschehen, er kann wieder laufen. Es ist das Wunder von Suurhusen! Die Menschen umringen Jan- Hinnerk und alle reden auf ihn ein. Ein Herr im schwarzem Anzug spricht ein Dankgebet. Jetzt wird es Jan-Hinnerk zu dumm. Mir wurde mein Fahrrad geklaut ihr Döspaddels, ruft er und jetzt kann ich wieder laufen.
Autor:  Rolf Grebener
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Mobbing!
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, dachten Hermann und Rudi, der Meister und der Vizemeister der Qualitätskontrolle auf dem VW-Werk in Emden. Beide hatten lichtes Haar und trugen deshalb eine Perücke. Wo immer die Beiden auftauchten, wurde getuschelt. Rief dann jemand:
„Mützenalarm“, gab es immer ein großes Gelächter.
Das Mobbing auch für Vorgesetzte sehr schmerzhaft sein kann, spürten Hermann und Rudi zwei Tage vor Heiligabend. Ihre Bürotür war mit folgender Zeitungsanzeige geschmückt.

Wir wünschen unseren Kunden ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr, Perücken Oltmanns.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Opas Zähne

Wie immer sitzt Oma Piepenbrink am Sonntagmorgen in der Kirche. Oma singt von Herzen gerne und kennt alle Choräle. Sie hängt förmlich an den Lippen des jungen Pastors in der Christuskirche. Ach, wie ist sie doch auch rührend, die Geschichte von Joseph. Oh, oh, oh, die bösen Brüder. Als Oma vorsichtig ein Taschentuch aus ihrer Handtasche zieht, um die Tränen abzuwischen, fällt ein Gebiss auf den Fußboden. Ein junger Mann flüstert Oma ins Ohr, ihr Gebiss liegt auf dem Fußboden. Oma flüstert zurück, das sind Opas Zähne, die nehme ich immer mit wenn ich zur Kirche gehe, sonst bleibt vom Sonntagsbraten nichts übrig.


Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Schöne Stunden mit Mietze

Neun Jahre zählte mein Kinderleben. Meine Gedanken spielten Achterbahn. Gelangweilt lag ich im hohen Gras neben Onkel Loert’s Weide. So ganz ohne Pferd, ist das Kinderleben ein Trauerspiel, dachte ich. Mietze, die alte Stute von Onkel Loert und Tante Erna graste neben mir auf deren Weide. Die gute alte Mietze. Wie oft ich Mietze schon unerlaubt aus Onkel Loert’s Weide geholt und mit ihr einen Ausritt gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß, dass mir mein Vater, genau so oft den Arsch versohlte. Oh, Mietze, womit haben wir das nur verdient? Mietze hob den Kopf und schaute zu mir herüber. Sie schnaubte und scharrte mit dem Vorderhuf als wollte sie sagen, komm Junge, mir tut Bewegung gut, lass uns einen Ausritt machen. Frische Löwenzahnblätter bot ich Mietze auf offener Hand an. Es kitzelte immer, wenn sie mir das Futter aus der Hand schlabberte.

Mietze beugte den Kopf zu mir runter und ich legte meinen Kopf an ihren Hals und klopfte sie. Mietze wieherte und galoppierte zum Gattertor. Mietze wollte raus. Ich band ein Tau als Reiterleine an ihr Halfter, öffnete das Gattertor und führte Mietze zum alten Ackerwagen. Mietze kannte das schon. Geduldig wartete sie, als ich erst auf den Ackerwagen und dann auf ihren Rücken kletterte. Mietze hob ihren Schwanz und galoppierte fröhlich und furzend davon. Innerhalb zehn Minuten hatten wir das Hochmoor erreicht. Hier war das Paradies der Tiere. Die Lerchen trällerten ihr Lied. Hunderte Kiebitze waren auf Nahrungssuche in dieser Oase Feuchtgebiet. Die Bienen summten. Ich ließ Mietze grasen und legte mich ins Gras. Ob es einen schöneren Fleck auf dieser Erde gab? Ich konnte es mir nicht vorstellen. Das Hochmoor war so schön. Gedankenverloren sah ich Mietze zu, wie sie sich das köstliche saftige Gras einverleibte. Plötzlich hörte ich neben mir eine Stimme. Ich kenne einen kleinen Jungen dem heute noch der Arsch versohlt wird, sagte die Stimme. Erschrocken sah ich in das bekannte Gesicht eines Mannes. Es war der Bruder von Onkel Loert, der lachend weiterfuhr. Damit kann er recht haben, dachte ich. Ich führte Mietze zu einem Gattertor, krabbelte auf das Tor und dann auf Mietze’s Rücken. Ein bisschen flau war mir schon im Magen als ich Mietze auf ihre Weide zurückbrachte. Das Glück war heute mit mir. Onkel Loert hatte nichts bemerkt. Erleichtert lief ich nach Hause. Es war 16.30 Uhr. Mein Vater hatte Milchkannen, Eimer und das große Milchsieb in den Handwagen geladen und wollte auf die Kuhweide zum Melken. Hallo Papa, soll ich dir helfen, fragte ich. Mein Papa freute sich, da ihm das Gehen sehr schwer viel. Er war im Krieg schwer verletzt worden und konnte daher sein Knie und seine Hüfte nicht mehr bewegen. So zogen wir beide gemeinsam den Handwagen zum Melkerstand. Papa hatte seinen rechten Arm um meine Schulter gelegt und sang ein Lied. Das machte er immer, wenn er sich freute. Ich liebte meinen Papa, wenn er mich nicht gerade schmerzhaft eines Besseren belehrte. Für mich war er der beste Papa der Welt. Beim Abendbrot erzählte Papa wie lieb ich heute gewesen sei. Darüber wunderten sich alle sehr und Papa war stolz auf mich. Ich fühlte mich nicht gerade wohl in meiner Haut. Hatte ich heute auch Glück gehabt, doch war ich mir nicht sicher, ob die Strafe nicht nur auf morgen vertagt war. Doch morgen sollte alles anders werden, dann wollte ich Papas goldene Taschenuhr reparieren. Die Uhr war ein Erbstück von Papas Großvater und schon 120 Jahre alt. Das allerdings ist eine andere Geschichte.


Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Ein harter Winter.

Jürn-Jakob Brautmüller ist mit seiner Frau Trinche und mit seinen Söhnen Habbo und Ubbo nach Kanada ausgewandert. Viel Arbeit liegt vor den Brautmüllers. Die heruntergekommene Farm muss instand gesetzt werden. Die Tage sind schon bedenklich kurz. Die Nächte werden eisig. Jürn-Jakob hackt schon mehr als 30 Tage mit seinen Söhnen Holz für den Winter. Es ist ihr erste Winter in Kanada. Mutter Trinche ruft alle zwei Stunden zum Tee. Es gibt echten Ostfriesentee mit Kluntje und Sahne. So tanken die Männer wieder Kraft. Vater, wie lange muss noch Holz gehackt werden, fragt Ubbo ungeduldig. Auch Habbo ist am murren. Beide sehnen sich im Geheimen wieder nach der Heimat, ihr geliebtes Ostfriesland. Vater, Jürn-Jakob hat auch keine Erfahrung mit den Wintern in Kanada, aber eine Idee. Nördlich der Farm auf einem Felsen sitzt tagein, tagaus ein alter Indianer. Den werden wir fragen, wie der Winter wird. Die Eingeborenen leben mit der Natur und kennen sich aus, meint der Vater. Habbo trifft das Los. Er muss in die Berge zum alten Indianer. Der Indianer rührte sich nicht, als sich Habbo nach drei Stunden Strapaze, neben ihn setzte. Mit Händen und Füßen versuchte Habbo deutlich zu machen, was er wollte. Doch der Indianer verstand sein Anliegen, sah Habbo lange die Augen und sagte: „Harter Winter.“

Es war schon dunkel, als Habbo sich erschöpft an den Abendbrottisch setzte. Es gab Bratkartoffel mit Blutwurst und Grütze. Was ist, fragten Ubbo und Vater Jürn-Jakob gleichzeitig. Es gibt einen harten Winter, sagte Habbo kleinlaut. Still wurde das Abendbrot eingenommen. Schwere Tage mit harter Arbeit lagen noch vor ihnen. Wieder wurde eine Woche lang Holz gehackt. Mir reicht es jetzt, sagt Ubbo. Morgen werde ich zu dem Indianer auf den Felsen steigen und ihn fragen, ob sich was geändert hat. Der Indianer wusste sofort was Ubbo wollte. Sehr harter Winter, sagte er nur auf Ubbos Frage, mehr nicht. Enttäuscht erzählte Ubbo zu Hause, was er erfahren hatte. Die Brautmüllers hackten in diesem Herbst soviel Holz, wie nie zuvor in ihrem Leben. Jürn–Jakob kam ins Grübeln und sagte zu seinen Söhnen, mit diesem Holz werden wir zehn Jahre auskommen. Die Aussage des Indianers könntet ihr falsch gedeutet haben. Morgen werde ich dem Indianer persönlich einen Besuch abstatten. Jürn-Jakob schiebt sich einen Priem, Schwarer Krauser No.0 hinter die Kiemen und macht sich auf den beschwerlichen Weg. Nach vier Stunden hat Jürn-Jakob sein Ziel erreicht. Der Indianer begrüßt Jürn-Jakob, indem er sich erhebt, die Arme übereinander legt und sich verbeugt.

Auch Jürn-Jakob macht es so. Wie wird der Winter, fragt Jürn-Jakob direkt. Der Eingeborene schaut Jürn-Jakob lange in die Augen und sagt nichts. Jürn-Jakob merkt sofort, dieser Mann ist weise, der weiß alles. Abermals fragt Jürn-Jakob, wie wird der Winter. Sehr, sehr harter Winter, der große Geist soll uns beschützen, oh, oh, oh, schlimmer Winter, jammert der Indianer. Um Himmelswillen, ruft Jürn-Jakob erschrocken, woher weißt du das? Da wird der Indianer ruhig, schaut Jürn-Jakob fest in die Augen und sagt: „Weißer Mann hackt viel Holz.“


Rolf Grebener, Südgeorgsfehn
Autor:  Rolf Grebener
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Spuren.

Es war im Frühling 1961. In unserer Nachbargemeinde Apen war Frühlingsmarkt. Alle meine Freunde waren dort zu finden. Nur ich durfte nicht. Meine Eltern hatten es mir verboten. Traurig schlenderte ich ums Haus. Wie gerne wäre ich jetzt dabei gewesen. Vor dem Eingang von Oma und Opas Wohnung, hatte Oma ihr Fahrrad abgestellt. Es war nicht abgeschlossen. Niemand sah mich, als ich mit Omas Fahrrad davon radelte. Meine Füße traten in die Pedale. Die Räder drehten sich wie der Blitz. Schnell war ich auf dem Festplatz in Apen. Meine Freunde grölten am Autoscoter. Auch ich rannte zum nächsten freigewordenen Fahrzeug. In kurzer Zeit, hatte ich mein Geld ausgegeben und wollte nur noch nach Hause. Der Platz, wo ich Omas Fahrrad abgestellt hatte, war leer. Das Fahrrad war nicht mehr da. Ich suchte und suchte, doch das Fahrrad blieb verschwunden. Mit einem sehr schlechten Gewissen lief ich nach Hause. Niemand hatte mein Verschwinden mit Omas Fahrrad bemerkt. Gerade rechtzeitig zum Abendbrot war ich zu Hause. Meine Mutter betete, komm Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns aus Gnade bescheret hast. Erschüttert würgte ich das Abendbrot hinunter, doch ich erzählte nichts. Wilde Alpträume quälten mich diese Nacht. Am nächstem Morgen fuhr ich nicht wie üblich mit dem Zug nach Leer zur Berufsschule, sondern suchte Omas Fahrrad. In vielen Polizeidienststellen und Fundbüros der umliegenden Gemeinden fragte ich nach einem gefundenen oder abgegebenem Fahrrad nach. Den ganzen langen Tag suchte ich, doch ohne Erfolg. Todmüde fuhr ich zu Omas Schwester, Tante Harmke, nach Leer. Dort wohnte ich von Montags bis Samstags, nahe meiner Lehrstelle als Einzelhandelskaufmann bei der Firma, Heinrich Wilhelm Kramer in Leer. Tante Harmke war über meinen Zustand sehr besorgt. Sie hatte ja keine Ahnung, was mit mir los war. Als Entschuldigung für mein spätes Kommen und auch später in der Berufsschule schob ich Krankheit vor. Es folgte die schlimmste Woche meines Lebens. Die Tage schlichen dahin. Meine Anrufe bei den Polizeidienststellen im Ammerland waren ohne Erfolg. Endlich war es Samstag und Wochenende. Wie gewohnt fuhr ich mit dem Zug nach Augustfehn. Das Fahrrad war immer dabei. Doch nach Hause fuhr ich nicht. Stundenlang suchte ich Omas Fahrrad. Unzählige Streiche hatte ich schon gemacht, war dafür immer bestraft worden. Davor hatte ich keine Angst. Oma und Opa haben immer sehr sparsam gelebt. Ein Fahrrad war etwas sehr wertvolles, dafür musste lange gespart werden. In meiner Verzweifelung erinnerte ich mich an die Tischgebete meiner Mutter. Es war schon dunkel und sehr kalt geworden. Einsam und verlassen fühlte ich mich. Lieber Herr Jesus, betete ich, zeig mir doch bitte Omas Fahrrad. Warum hatte ich es nur genommen und nicht mein eigenes. Warum musste mir so etwas passieren?
Die Hoffnung, dass Fahrrad jemals zu finden, war sehr gering. Betrübt fuhr ich nach Hause. Meine Eltern waren voller Sorge. Schweren Herzens erzählte ich ihnen meine Geschichte. Doch alle wussten Bescheid. Ein Bekannter war am Montag gekommen und erzählt, wie verzweifelt ich Omas Fahrrad suchte. Opa hatte darauf gesagt, dass ist nicht schlimm, so lernt der Junge das Beten. Oma hatte sich dann schon am Montag ein wunderschönes neues Fahrrad gekauft und freute sich. Mama hatte ein Festmahl zubereitet. Fröhlich saßen wir am späten Abend zusammen. Die Mahlzeit war köstlich. Kein Wort des Vorwurfs wurde gesagt. Ich fühlte mich wie der verlorene Sohn, der endlich wieder zu Hause war. Unsagbar dankbar war ich, so eine Familie zu haben. Oft denke ich an diesen schönen Abend. Die Geschichte hat Spuren hinterlassen. Tiefe Spuren auf meiner Seele.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Skipperwiehnacht.

Is´t Heiligavend in Freesland,
is´t weer Wiehnachtstied,
dann meld´t he sük mit Glockensklang
de Sender van Norddiek.

Jede de dann buten is,
irgendwo up´t See,
de wünscht Norddiek- Radio
moji Wiehnacht, Glück un Free.

Jan-Hinerk hett sein lüttje Ohr
vört Radioapperat.
Frauke sitt up Moders Schoot
Un all dree kloppt dat Hart.

In´t Radio is Vaders Stimm,
over Norddiek van´t See.
He seggt, Kinner west mit Moder leev
un holt ji Beiden Free.

Meta, seggt he, ick heb die leev,
bold bün ick weer bi di.
Nehm de Kinnerkes in´t Arm
Un drück hör Beid van mi.

Vertell hör wo dat damals weer,
bi´t Esel un bi´t Rind,
tüschen all de Deeren in´t Krübb,
dat lüttje Jesuskind.

Un dat he is dat Lücht va´t Welt,
de offnimmt all uns Sünn,
dat wi dör hum na´t Vader komen,
de Engels hebb´t verkünd.

Rolf Grebener ut Südefehn
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 180.793nach oben
Liebe heißt geben.

Die Liebe und der Hass
Es sind zwei Rivalen.
Die Liebe bringt Friede und Glück,
der Hass bringt Angst und Qualen.

Liebe ist wie Sonnenschein.
Keiner lebt für sich allein.
Liebe ist wie Poesie.
Liebe ist Harmonie.

Refrain:
Liebe heißt geben
ohne zu verlangen,
Liebe heißt vertauen,
Liebe heißt verzeihen.

Der Hass zerfrisst die Seele,
er macht das Herz zu Stein,
nur Eifersucht und Zwietracht,
lässt er ins Herz hinein.

Bei Menschen die sich lieben
Und aufeinander bauen,
lässt er die Liebe sterben,
durch Selbstsucht und Misstrauen

Refrain:
Liebe heißt geben
ohne zu verlangen,
Liebe heißt vertauen,
Liebe heißt verzeihen.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
Gelesen: 70.039nach oben
Viele Seeleute gab es in Ostfriesland. Auf allen Weltmeeren waren sie zu Hause. Ihre Frauen bewirtschafteten oft einen kleinen Hof. Die Erziehung der Kinder lastete alleine auf ihren Schultern. Besonders traurig wurde es am heiligen Abend, wenn der Vater nicht zu Hause sein konnte. Doch es gab eine Verbindung und für alle Seemannsfamilien und diese war eine große Hoffnung. An der Nordseeküste gab es einen Radiosender. Dieser Sender übermittelte Weihnachtsgrüße von allen Weltmeeren nach Hause und von zu Hause zum lieben Vater oder Sohn auf dem Meer. Der Sender an dem so viele Hoffnungen geknüpft waren und der unmessbares Glück übermittelte, war der Sender: „ Norddeich Radio“

Seemannsweihnachten.

Am heiligen Abend in Ostfriesland,
in stiller Weihnachtszeit,
meldet er sich mit Glockenklang,
der Sender aus Norddeich.

Jeder der dann draußen ist
auf dem großen Meer,
dem wünscht Radio Norddeich
eine schöne Weihnacht und frohe Wiederkehr.

Jan-Hinrich hockt vorm Radio,
am Baume brennen Kerzen.
Frauke sitzt auf Mutters Schoß,
laut klopfen ihre Herzen.

Sie hören ihres Vaters Stimme
im Radio vom Meer.
Er sagt: „Kinder, seid ihr beide brav?“
Ich liebe euch so sehr.

Meta, sagt er, ich habe dich lieb,
wäre ich doch jetzt bei dir,
nimm die Kinder in den Arm
und drücke sie von mir.

Erzähle wie es damals war,
beim Esel und beim Rind,
in einer Krippe in dem Stall,
das kleine Jesuskind.

In Bethlehem geboren,
ist euch ein Kind im Stall.
Er ist der Weg ins Paradies,
so hört man überall.

Und das er ist das Licht der Welt,
der abnimmt alle Sünde
und wir durch ihn zum Vater kommen,
erzählt die Weihnachtskunde.

Am heiligen Abend in Ostfriesland,
in stiller Weihnachtszeit,
meldet er sich mit Glockenklang,
der Sender aus Norddeich.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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Die Verkaufsstrategie.

Ernsthaft der Chef zum Lehrling spricht,
verkaufen heißt lernen, vergiss das nicht.

Ich zeig ihn dir jetzt, der Trick ist Famos,
bald ist der Umsatz doppelt so groß.

Da kommt schon die erste Kundin herein,
guten Tag, sagt der Chef, was darf es denn sein.

Guten Tag, sagt Frau König, wie ich mich freu,
ich hätte gerne einmal Gardinenneu.

Sehr gerne, Frau König, bitte sehr,
für Ihre Gardinen das Beste und mehr.

Die Fenster sind frei, Sie sollten es nutzen,
wie leicht ist es jetzt, die Fenster zu putzen.

Unter den Mitteln, da kann man wählen,
doch ich würde Ihnen Glasklar empfehlen.

Meine Frau hat immer Glasklar dabei,
unserer Fenster sind sauber und streifenfrei.

Frau König ist glücklich, bezahlt die zwei Sachen
und ab geht’s nach Hause zum Großreinemachen.

Die Türe geht auf und ein Kunde kommt rein.
Guten Tag, sagt der Lehrling, was darf es denn sein.

Guten Tag, sagt der Kunde, leicht benommen,
könnte ich eine Packung Tampon bekommen.

Einmal Tampon, sagt der Lehrling und noch etwas mehr,
ich berate Sie gerne, bitte sehr.

Sie haben jetzt Auszeit, die sollten Sie nutzen,
darum empfehle ich Glasklar, zum Fensterputzen.

Rolf Grebener
Autor:  Rolf Grebener
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